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Wirtschaft - Villach
Logistikzentrum Fürnitz © 5min.at

SPÖ sorgt sich, FPÖ beschwichtigt

Verzögert sich das Logistikzentrum?

Fürnitz – Nur wenige Tage nachdem bekannt wurde, dass sich die Fertigstellung des Koralmtunnels um zwei Jahre verschiebt, befürchtet die SPÖ-Kärnten die Verzögerung eines weiteren Infrastrukturprojekts in der Region.

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Wie der Infrastruktursprecher der SPÖ-Kärnten, LAbg. Manfred Ebner, heute mitteilt, wurde seitens der ÖBB bzw. des für sie verantwortlichen Infrastrukturministeriums entschieden, notwendige und bereits zugesagte Investitionen für den Ausbau des Logistic Center Austria South in Fürnitz zu einem internationalen Verschiebebahnhof, ins Jahr 2027 zu verschieben. „Das obwohl das größte türkische Logistik-Unternehmen ECOL die Österreichzentrale in Fürnitz gegründet hat und den Betrieb enorm forcieren will“, so Ebner.

Sorge um Kran

Ebner verweist darauf, dass bereits im Vorjahr mit der ÖBB-Infra Pläne entwickelt wurden, um einen neuen attraktiven Kran zu installieren. „Jetzt ist sogar davon die Rede, den alten Kran ersatzlos abzubauen, was einer Amputation des Standortes gleichkomme, für dessen Ausbau es ja auch vielversprechende Gespräche mit den großen Adriahäfen, dem Hafen in Antwerpen und den Trockenhafen in Duisburg gab“, so Ebner weiter.

Entwarnung gibt allerdings ein ORF-Bericht vom heutigen Montag. Bevor ein neuer Lastenkran an einen neuen Standort kommt, wird übergangsweise ein mobiler Lastenkran am jetzigen Standort als Ersatz eingesetzt. Der ORF beruft sich dabei auf Aussagen der ÖBB.

FPÖ befürwortet Logistic Center in Fürnitz

Wie der ORF aus dem Büro von Landesrat Gernot Darmann (FPÖ) erfahren haben will, werde das Logistic Center in Fürnitz „von allen Seiten befürwortet.“ Davor hielt man offenbar Rücksprache mit dem Kabinett von Infrastrukturminister Norbert Hofer. In einer heutigen Aussendung der FPÖ-Kärnten erklärt Darmann das Infrastrukturprojekt zudem als „Megachance für die Kärntner Exportwirtschaft.“ Wann der Containerumschlagsplatz nun schlussendlich gebaut werden soll, ist trotz der Bekenntnisse zum Projekt unklar. Das Vorhaben sei heuer erstmals in den mittelfristigen Rahmenplan aufgenommen worden, schreibt der ORF dazu und beruft sich hier ebenfalls auf Aussagen der ÖBB. Mittelfristig bedeutet in der Regel einen Zeitraumen von zwei bis fünf Jahren.

Grundstein im Jahr 2016 gelegt

Bereits 2016 beschloss man in der Kärntner Landesregierung, das Logistikzentrum Villach-Fürnitz auszubauen. Das bisherige Containerterminal wollte nie ein wirklicher wirtschaftlicher Erfolg werden. Der Ausbau soll das ändern. Fürnitz liegt in einer strategisch günstigen Lage im Nahbereich zu den Wirtschaftsräumen von Süd- und Südosteuropa sowie Mitteleuropa. Die Zeitersparnis durch kürzere und damit auch klimafreundlichere Transportwege von China nach Europa werden als großer Vorteil angesehen. Der Gesellschaft des Logistikzentrums sollten planmäßig 400.000 Euro pro Jahr auf fünf Jahre zustehen.

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