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Leute - Klagenfurt
© Die Tafeln Österreichs

Share & Tafel Süd in Klagenfurt:

29.000 Kilo Lebensmittel gerettet

Klagenfurt – Unter dem gemeinsamen Dach des „Verbands der österreichischen Tafeln“ retteten acht österreichische Tafeln im Jahr 2017 insgesamt 2.414.839 Kilogramm Lebensmittel und Hygieneartikel vor der Vernichtung. Auch die Share & Tafel Süd in Klagenfurt hat einen großen Teil dazu beigetragen. 

 2 Minuten Lesezeit (269 Wörter)

Aufgabe und Ziel des Verbands „Die Tafeln“ sind die flächendeckende Versorgung armutsbetroffener Menschen mit geretteten Lebensmitteln in Österreich.

Einsatz gegen Ungleichheit

Noch immer werden jährlich circa 500.000 Tonnen genusstaugliche Lebensmittel aus Privathaushalten, Gastronomie, Handel, Produktion und Landwirtschaft vernichtet. Gleichzeitig sind 1,5 Millionen Menschen in Österreich armutsgefährdet oder von manifester Armut betroffen.

Klagenfurt: 4.100 Stunden freiwillige Arbeit

Der Verband der österreichischen Tafeln und seine acht Mitgliedsorganisationen haben in den vergangenen 18 Jahren spezialisierte Expertise und breites Know-how in der Rettung von Lebensmitteln vor der Vernichtung aufgebaut. Bereits in sechs von neun Bundesländern verfügen die österreichischen Tafeln mit insgesamt 28 Hilfslieferfahrzeugen und mehr als 2.100 ehrenamtlichen MitarbeiterInnen über eine gut etablierte Logistik. Die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen der österreichischen Tafelorganisationen leisteten im vergangenen Jahr fast 160.000 Stunden freiwillige Arbeit. Starke Leistung aus Klagenfurt: 4100 Stunden davon leisteten die 25 ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Share&Tafel Süd und konnten damit im Jahr 2017 29.000 kg Lebensmittel retten.

Gegen die Ungleichheit

Aktuelle gesellschaftspolitische Entwicklungen schaffen neue Herausforderungen für die österreichischen Tafeln: Die Ungleichheit in Österreich ist so hoch wie in kaum einem anderen europäischen Land. Trotz Berufstätigkeit ist es vielen Menschen nicht möglich ihre Ausgaben zu decken. Gründe dafür sind unter anderem prekäre Arbeitsverhältnisse, wachsender Druck am Arbeitsmarkt und hohe Mietkosten. So steigt der Bedarf an Lebensmittelspenden bei den Tafelorganisationen seit Jahren massiv an. Übrigens: Ende des letzten Jahres schlossen sich die top vier Lebensmittelhändler Österreichs, REWE International AG, SPAR Österreich, HOFER, LIDL Österreich und der Verband der österreichischen Tafeln zur „Aktionsplattform Lebensmittelhandel zur Förderung der Tafelarbeit und zur Vermeidung von Lebensmittelabfall“ zusammen.

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