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Wirtschaft - Villach
© CSA Villach / pixabay

CSA Villach

Kleinstbauern suchen Gemüsefans

Villach – Die „CSA Villach“, eine Gemeinschaft aus Kleinstbauern und Abnehmern, wächst und sucht neue Mitglieder. Hier will man keine Massenproduktion: Mensch, Tier und Umwelt sollen nicht unnötig belastet werden.

 2 Minuten Lesezeit (304 Wörter)

Begonnen hat alles vor 6 Jahren auf dem jahrhundertealten Berghof Polanig bei Radenthein, der von vier Quereinsteigern gepachtet und naturnah bewirtschaftet wurde. Ein Projekt für Idealisten, denn solche traditionellen Höfe sind durch die Preisschlacht der Supermärkte längst unrentabel.

20 Villacher Haushalte bilden die „CSA Villach“

Aufgeben oder auf industrielle Massenproduktion umsteigen war aber keine Option. „Wir wollen qualitätvolle Bauernprodukte herstellen, ohne Mensch, Tier und Umwelt unnötig zu belasten. Also haben wir Leute gesucht, die das gut finden“, erklärt Gemüseexpertin Birgit Zeitlhofer. Überraschend schnell haben sich zwanzig Villacher Haushalte gefunden und zur „CSA Villach“ zusammengeschlossen. CSA steht für community supported agriculture, also gemeinschaftsfinanzierte Landwirtschaft – ein neuartiges System, bei dem Bauern für eine fixe Gemeinschaft produzieren. Den Abnehmern bringt das regelmäßige Versorgung mit bestem Gemüse direkt vom Feld. Für die Bauern entfällt der Aufwand der Vermarktung, außerdem können sie mit einem fixen Jahresbudget kalkulieren.

Angebaut wird in Villach

Inzwischen fließen die Milchprodukte des Berghofes in die erfolgreiche Bauern-Molkerei Kaslab‘n ein. Die CSA wird seitdem von Birgit Zeitlhofer und Klaus Maier als reiner Gemüsebetrieb fortgeführt, angebaut wird inzwischen direkt in Villach, um die Transportwege noch kürzer zu halten. „Einmal pro Woche bringen wir unsere Produkte in ein Lokal im Stadtzentrum, man kann uns aber auch am Feld in St. Ruprecht besuchen und direkt vor Ort die Sachen holen“, so Maier, der die CSA-Idee nach Villach gebracht hat.

Interesse?

Die Warteliste wurde immer länger, daher wagt man heuer die Erweiterung: zusätzliche Flächen werden bewirtschaftet, das Team vergrößert und neue Mitglieder gesucht. Auch eine Kooperation mit einer weiteren Demeter-Bäuerin ist in Planung, damit auch wieder Fleisch und Milchprodukte angeboten werden können. Interessierte können sich bis 10. April unter 0677 61 66 24 48 oder birgit.zeitlhofer@gmx.at melden.

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