Sind Hanf-Shops der Einstieg in die Drogenszene? in Villach - 5 Minuten - Nachrichten & Aktuelles

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Politik - Villach
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Streitgespräch

Sind Hanf-Shops der Einstieg in die Drogenszene?

Villach – Vor wenigen Tagen wurde die Kriminalstatistik 2017 vorgestellt. Medienberichten zufolge soll in Villach im Drogen-Bereich im Vergleich zum Jahr 2016 eine Steigerung von 30 Prozent zu verzeichnen sein. FPÖ-Stadtrat Baumann denkt als Reaktion darauf offen über die Schließung von Hanf-Shops nach. Sie könnten den Einstieg in den Drogenmissbrauch erleichtern. Der Inhaber eines Villacher Hanf-Shops sieht das natürlich anders.

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Als „alarmierend und besorgniserregend“ bezeichnete Stadtparteiobmann Erwin Baumann (FPÖ) gestern das Ergebnis der jüngsten Kriminalstatistik für Villach. Baumann sagt, die Stadtpolitik dürfe die im Steigen begriffene Kriminalität in Villach nicht unterschätzen. Er regt daher einen Sicherheitsgipfel der Stadtregierung mit den Verantwortlichen der Exekutive an. Ziel müsse es sein, vor allem gegen den ausufernden Drogenmissbrauch geeignete Präventivmaßnahmen zu diskutieren und umzusetzen.

Schließung von Hanf-Shops als Präventivmaßnahme geeignet?

„Sollte sich herausstellen, dass sogenannte Hanf-Shops tatsächlich den Einstieg in den Drogenmissbrauch erleichtern würden, müssten diese Geschäfte aus der Stadt verbannt werden“, erklärt Baumann. Gleichzeitig zeigt er sich zuversichtlich, dass die von FPÖ-Innenminister Herbert Kickl angeordneten, verstärkten Kontrollmaßnahmen sowie die zu erwartende personelle Aufstockung der Polizeiposten zu den gewünschten Erfolgen führen werden. „Letztlich sei es auch geboten, die Grenzsicherung aufrecht zu erhalten, um den Kriminalitäts-Transit in der Grenzregion möglichst zu verhindern“, schließt Baumann

Christian Ivad: „Die Geschichten der Kranken sind echt ergreifend“

Einer der Leute, die dieses Jahr in Villach ein derartiges Geschäft aufgemacht haben, ist Christian Ivad vom Hanf & Vital Shop am Bichlweg. Für ihn wäre eine solche Verbannung natürlich existenzbedrohend. Wir haben ihn gefragt, wie sein neuer Laden in Villach angenommen wird.

„Erstmals muss ich dazu sagen, dass wir wirklich tolle Rezessionen bekommen und unsere Kunden sehr zufrieden sind. Das waren sie aber auch schon vorher wo wir nur Sportprodukte angeboten haben.
Wir bekommen sehr viele Geschichten von unseren Kunden zu hören die wirklich ergreifend sind. Das hier Produkte aus der Hanfpflanze helfen freut uns. Und bei vielen Kunden handelt es sich nicht nur um Kopfschmerzen sondern und es auf den Punkt zu bringen Krebspatienten. Diese Menschen haben einen ganz anderen Zugang zu Hanfprodukten. Diese suchen keine Drogen, sondern etwas was ihnen hilft. Auf Grund der großen Nachfragen an Hanfprodukten generell haben wir das ganze Konzept von reiner Sportnahrung auch auf Vital Produkte umgestellt“, erklärt Christian Ivad.

Christian Ivad vom Hanf & Vital Shop - © KK

Ivad: „Wir verkaufen was legal ist“

„Bei Hanf Produkten denken viele gleich an das negative, was auch nachvollziehbar ist. Hanfschokolade, Hanf öl, Hanf Tee, Hanf Protein, CBD Öle sind ein Auszug aus unserem Sortiment.
Ob es der Einstieg in die Droge ist? In welche Droge? Die Hanfpflanze selbst hat ja sehr viele Wirkstoffe. Wir verkaufen alle Produkte die legal erwerblich sind.  Vergleicht man es mit Alkohol fängt es bei einem Bier an und geht bis zu Schnaps und etc. Da ist der Altersgrenze zwar bei 18, nur Alkohol verändert auch diese Menschen sehr. Nicht nur Aggressivität oder Abhängigkeit sind die Folgen.
Das Thema ist nicht einfach mit ein paar Sätzen erklärt. Wir haben uns bewusst die Mühe gemacht das wir unseren Shop sehr einladend gestalten um auch optisch unsere Seriosität und Professionalität nach außen zu bringen“, so Ivad.

Eine Einladung steht

Der Hanf-Shop-Inhaber setzt auf Dialog: „Menschen, die Bedenken haben, sind herzlich bei uns willkommen. Hier kann sich jeder selbst ein Bild machen. Wir führen unseren Shop mit Freude und natürlich auch um unseren tägliches Brot zu verdienen.  Es gibt sicherlich in mehrere Bereiche schwarze Schafe. Man sollte nicht alle in einen Topf werfen.“

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