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Politik - Villach & Klagenfurt
Heute gaben sowohl die SPÖ als auch die ÖVP entgültig bekannt, wer von beiden Parteien in die Regierung einziehen wird. © KK

Koalitionsvereinbarungen einstimmig abgesegnet:

SPÖ & ÖVP: Wer zieht in die Regierung ein?

Klagenfurt – Am Samstag, dem 7. April 2018, segnete die SPÖ die Koalitionsvereinbarung mit der ÖVP zur Bildung der nächsten Landesregierung einstimmig ab. Bei beiden Parteien gibt es neue Gesichter: Für die ÖVP wird Ulrich Zafoschnig Landesrat, bei der SPÖ Daniel Fellner und Sara Schaar.

 4 Minuten Lesezeit (590 Wörter) | Änderung am 09.04.2018 - 16:12

Nun dürfte einer Koalition von SPÖ und ÖVP nichts mehr im Wege stehen. Bei einer Pressekonferenz wurde heute, dem 9. April 2018, bekanntgegeben, dass der VP-Landesparteivorstand den Regierungspakt mit der SPÖ Kärnten einstimmig abgesegnet hat. SPÖ Landeshauptmann Peter Kaiser freut sich, dass es zwischen den zwei Parteien zu einer Einigung gekommen ist.

Ulrich Zafoschnig, Marting Gruber und Markus Malle - © KK

ÖVP: Die neuen Landesräte

Der geschäftsführende Parteiobmann Martin Gruber wird Landesrat und übernimmt die Ressorts für den ländlichen Raum und Straßenbau, Orts- und Regionalentwicklung sowie Agrar, Forst, Jagd, Fischerei. Gruber präsentierte heute nach dem Landesparteivorstand auch seine weiteren Personalentscheidungen: Als zweiter Landesrat wird der bisherige Vorstand der Kärntner Beteiligungsverwaltung, Ulrich Zafoschnig, in die Landesregierung einziehen. Der Wirtschaftsexperte soll die Bereiche Wirtschart, Handel, Industrie und Tourismus übernehmen. Neuer Clubobmann wird Markus Malle. Dieser folgt auf Ferdinand Hueter. Malle ist seit 2013 Landtagsabgeordneter und war bereits Klubobmannstellvertreter.

Statement Martin Gruber

„Wir setzen mit unseren Personalentscheidungen auf Sachkompetenz. Wir nehmen unsere Regierungsverantwortung ernst und wir wollen ein enkeltaugliches Land. Diese Personalentscheidungen sind der Beleg dafür“, so der gf. Parteiobmann Martin Gruber nach dem Landesparteivorstand.

Statement Ulrich Zafoschnig

„Ich sehe das Amt als große berufliche Herausforderung und als Chance, in den nächsten Jahren für und in Kärnten die weiteren Entwicklungen in meinem Verantwortungsbereich mitzugestalten. Eines meiner Ziele ist es, einen Neustart auf Regierungsebene zu schaffen und durch Sacharbeit das Vertrauen der Kärntner Bevölkerung und aller Beteiligten zu gewinnen. Es wird alles in allem sehr spannend für mich, all meine berufliche Erfahrung zu nutzen, um das Land Kärnten zu einem wichtigen Wirtschaftsstandort auszubauen und die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen“, so Ulrich Zafoschnig.

SPÖ: Zwei neue Gesichter

Neben Landeshauptmann Peter Kaiser, Landeshauptmannstellvertreterinnen Beate Prettner und Gaby Schaunig werden nun auch Sara Schaar und Daniel Fellner in die Regierung einziehn. Schaar ist Stadträtin in Spittal, Daniel Fellner Parteigeschäftsführer und Vizebürgermeister in St. Andrä/Lavanttal. Sie sollen die jüngere Generation repräsentieren. Da Landeshauptmann Peter Kaiser, Gaby Schaunig und Beate Prettner aus dem Zentralraum Klagenfurt-Villach kommen, sollen Schaar und Fellner außerdem den Westen bzw. Osten Kärntens vertreten.

Statement Sara Schaar

„Ich bin seit mehr als zehn Jahren in der SPÖ verankert. Es ist für mich gleichzeitig Beruf, Berufung und Leidenschaft“, so Sara Schaar, die designierte Landesrätin für Gesellschaft und Integration, Umwelt, Energie und Naturschutz. „Meine neue Aufgabe in der Landesregierung ist eine schöne neue Herausforderung und gleichsam eine große Verantwortung, der es gerecht zu werden gilt. Ich kann es gar nicht mehr erwarten, mit der Arbeit in diesem tollen Team zu beginnen!“

Statement Daniel Fellner

Der bisherige SPÖ-Landesgeschäftsführer Daniel Fellner erklärte, dass er einen Wechsel in die Landesregierung in seiner persönlichen Lebensplanung eigentlich immer ausgeschlossen hatte, da sein Herz primär für die Kommunalpolitik schlug. „Aber mit dem Angebot, Landesrat für Gemeinden, Raumordnung, Feuerwehrwesen, Katastrophenschutz und Wasserwirtschaft zu werden, ist die Kommunalpolitik nicht weg, sondern ich kann im Land eben auch dafür arbeiten – das ist etwas ganz Tolles“, so Fellner, der die Entscheidung, diese „einmalige Chance“ dann doch zu ergreifen, letztendlich gemeinsam mit seiner Frau getroffen hatte. „Ich freue mich darauf, gemeinsam mit diesem genialen Team zusammenzuarbeiten und meine Erfahrungen in Sachen Gemeinden und Katastrophenschutz in der Landesregierung einzubringen – 100 Prozent Einsatz von meiner Seite sind garantiert.“, so Fellner abschließend.

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