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Leute - Villach & Klagenfurt
Dieser Käfer sorgt momentan bei vielen Kärntnern für Aufregung. © 5min.at

Das große Krabbeln in Kärnten

Haben wir eine „schwarze Käfer-Plage“?

Villach/Klagenfurt – Kürzlich schrieb uns eine Leserin: "Ich hätte eine Frage, habt ihr schon etwas von den kleinen schwarzen Käfer gehört, die momentan überall sind" Kurz danach schrieb uns noch eine Leserin. Für uns Grund genug, uns die Sache mal genauer anzusehen. Und in der Tat: Auch auf Facebook wird seit ein paar Tagen heftig darüber diskutiert. Wir haben also eine "schwarze Käfer-Plage"?

 3 Minuten Lesezeit (384 Wörter)

Auch unter der Facebook-Gruppe „Kärntner helfen Kärntner“ wurde diskutiert. Scheinbar machen sich die kleinen schwarzen Käfer auf Hausmauern breit. Befallen sollen Hausmauern in Maria Gail, in Wernberg und auch Häuser rund um Klagenfurt sein. Auch am Dach des Villacher Atrio gibt es sie zu sehen.

Das große Rätselraten:

„Wir haben die Mauer voll“,  „nicht schon wieder diese Plage“, „das komplette Haus ist voll“, „Heuer erstmals zu sehen“, „das Essen im Garten ist unmöglich“, „richtige Invasion“ und „fressen meinen Garten und Blumen zusammen“, berichten einige Kärntner. Auch die Identität der kleinen Besucher kennen scheinbar einige: Dickmaulrüssler könnten es sein, schreiben viele auf Facebook. 5 Minuten fragte einfach mal beim Biologen nach.

Info

Einige Leser berichten von Dickmaulrüsslern in ihrem Garten. Dieser hat mit den gezeigten Käfer wenig zu tun und ist ein Schädling. Massenhaft verbreitet hat sich aber der gezeigte Käfer. Dickmaulrüssler können auch wesentlich größer werden (13 mm).

Schädling oder Nützling? Im Zuge dessen stellen sich viele Kärntnerinnen und Kärntner auch diese Frage.  Das Wichtigste vorweg: Die Käfer sind Schildlaus-Breitrüssler und keine Schädlinge. Sie ernähren sich vorwiegend von, wie der Name vermuten lässt, Schildläusen. Der Käfer ist von kurzer Gestalt, braun bis schwarz gefärbt und mit hellen Schuppenpunkten versehen – wie man an unserem Käfer-Fotoshooting erkennen kann. In Nadel-Forstwäldern ist der Schildlaus-Breitrüssler ein sehr nützlicher und wirkungsvoller Räuber, so dass durch ihn teilweise auf eine Insektizidanwendung an von Schildläusen befallenen Fichten, verzichtet werden kann.

Wir haben ja gesagt, wir schauen uns das genauer an: 😉

Verbreitet ist der Schildlaus-Breitrüssler in Eurasien, im Norden bis Südnorwegen, Nordschweden, Mittelfinnland, Südengland und Schottland. Auch in Österreich ist die Art in jedem Bundesland verbreitet und häufig. Wahrscheinlich aufgrund der heuer großen Verbreitung von Blatt- und Schildläusen kommt der Käfer momentan überdurchschnittlich häufig vor. Wichtig ist jedoch, dass von ihm keine Gefahr ausgeht und man durch ihn im Frühling bestimmt keinen Läuse im Garten hat.

Du hast auch ein Anliegen, dem wir auf den Grund gehen sollen? Dann freuen wir uns auf deine Email an: redaktion@5min.at.

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