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Lange Nacht des Impfens am 25. April

Masern auf dem Vormarsch

Kärnten – "Ein kleiner Stich kann Jung und Alt schützen - und Leben retten", sagt Kärntens Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner. Leider sei die Impfmoral in den vergangenen Jahren etwas abgeflaut.

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„Dabei kann die Bedeutung von Impfungen für die Gesundheit der Bevölkerung gar nicht genug betont werden“, so Prettner. Wären alle Österreicher entsprechend den Empfehlungen des Österreichischen Impfplanes geimpft, könnten jährlich viele Todesfälle verhindert werden.

Masern sind alles andere als harmlos

Vor allem Masern seien wieder im Vormarsch, derzeit komme es zu Masern-Ausbrüchen in ganz Europa, warnt die Gesundheitsreferentin. „Masern sind alles andere als eine harmlose Kinderkrankheit. Sie sind hoch ansteckend.“ Übertragen werden Masern über Tröpfchen beim Sprechen, Husten oder Niesen. 98 von 100 Personen, die mit dem Virus in Kontakt treten und nicht immun sind, stecken sich an. „Masern können nicht nur für Säuglinge und Kinder, sondern auch für Jugendliche und Erwachsene schwerwiegende Folgen haben.“ Es würden grippeähnliche Symptome mit hohem Fieber und der typische Masernausschlag auftreten, das Immunsystem könne für mehrere Jahre hindurch geschwächt werden. In der Folge seien Mittelohrentzündung oder Lungenentzündung häufig. Durch Komplikationen wie Gehirnentzündung könne Masern zu bleibenden Schäden führen.

Mit Schutzimfpung Erkrankung vorbeugen

Die effektivste Maßnahme, um der Erkrankung vorzubeugen, ist die Schutzimpfung: Der wirksame und gut verträgliche Impfstoff ist für alle Personen ab dem vollendeten neunten Lebensmonat kostenfrei erhältlich. Die Masernimpfung erfolgt in Form einer Kombinationsimpfung gegen Masern-Mumps-Röteln (MMR). „Derzeit werden viele Kinder in Österreich zu spät geimpft“, bedauert die Gesundheitsreferentin. Aber auch zahlreiche Erwachsene wären ungeschützt. „Zumal eine Überimpfung nicht möglich ist, sollten jene Menschen, die über keine Impfdokumentation verfügen, die vollständige, zweiteilige Impfung nachholen“, rät Prettner.

Langer Abend des Impfens

Eine Möglichkeit dazu bietet sich beim „Langen Abend des Impfens“: Am Mittwoch, 25. April, halten die Gesundheitsämter aller Magistrate und Bezirkshauptmannschaften in Kärnten von 16 bis 20 Uhr geöffnet. „Sie bieten ein Rundum-Impfangebot für die ganze Familie“, erklärt Prettner. Besonders Berufstätige sollen so stressfreier zu einer Impfung kommen. Es sei nämlich ein häufiger Irrtum, dass Impfungen nur für Kinder wichtig seien. Neben der kostenlosen Masern-Mumps-Röteln-Impfung sei beispielweise die Zeckenschutzimpfung ein ganzes Leben lang nötig. „Jetzt ist ohnehin der beste Zeitpunkt für die FSME-Impfung“, so Prettner. Zum Angebot zählt außerdem ein Impfcheck vom Baby bis zum Senior. „Aber auch Impfempfehlungen für die bevorstehende Reise- und Urlaubszeit werden angeboten“, informiert Prettner.

Die Gesundheitsreferentin hofft, dass der lange Abend des Impfens von möglichst vielen Menschen genutzt wird – „zum Schutz der eigenen Gesundheit.“

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