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Politik - Klagenfurt
Teilprivatisierung des Flughafens schreitet voran © 5min.at

Wie geht es weiter?

Flughafen Klagenfurt: Die Stimmen am Tag danach

Klagenfurt – Wie gestern berichtet, wird die Lilihill GmbH im Rahmen einer Teilprivatisierung des Klagenfurter Flughafens 74,9% der Anteile übernehmen. Heute gab es noch einige Stimmen aus der Politik zu dieser Entscheidung.

 3 Minuten Lesezeit (389 Wörter) | Änderung am 24.04.2018 - 11:47

Die Ausschreibung zur Teilprivatisierung des Kärnten Airport endete Anfang Oktober 2017. Gestern wurde das Vergabeverfahren abgeschlossen: Die Lilihill Capital Beteiligung GmbH unter Geschäftsführer Franz Orasch erhielt den Zuschlag. Der Beschluss wurde einstimmig in der Aufsichtsratssitzung der Kärntner Beteiligungsverwaltung gefasst.

Wie geht es weiter?

Als nächste Schritte hat der Gemeinderat der Stadt Klagenfurt und die Landesregierung die erforderlichen Beschlüsse zu fassen. Der bevorstehende Verkauf von Flughafenanteilen wird von den Freiheitlichen in Klagenfurt positiv gesehen, sagt Klubobmann Dr. Andreas Skorianz. Er sagt aber auch, vor einer Entscheidung im Gemeinderat müssten alle Karten auf den Tisch gelegt werden. Die „Öffentlichkeit habe ein Recht zu erfahren, wie es um die Zukunft des Flughafens aussehe“, heißt es in einer heutigen Aussendung. Beim Verkauf von öffentlichen Eigentum sei bestmögliche Transparenz zu wahren und „Geheimniskrämerei“ keine Option.

Graspiste soll erhalten bleiben

„Für uns ist es wichtig, dass der Verkehrsflughafen uneingeschränkt erhalten bleibt. Auch müsse es eine Vision für eine positive Entwicklung geben. Mittelfristig müssen am Flughafen wieder 500.000 Passagiere im Jahr abgefertigt werden“, fordert Skorianz. Unabdingbar sei auch der Erhalt der Graspiste am Flughafen Klagenfurt, sagt Skorianz. Dieses Areal diene seit Jahrzehnten den Segelflugsportlern, Sportpiloten und Fallschirmspringern als Sportstätte. Es handle sich dabei um eine unverzichtbare Infrastruktureinrichtung der Stadt Klagenfurt. Dazu wird es bereits am Donnerstag im Gemeinderat von Seiten der Freiheitlichen einen Dringlichkeitsantrag geben.

Kaiser hofft auf positive Zukunft

Auch bei der heutigen Regierungssitzung war die Teilprivatisierung Thema. Es freue Kaiser persönlich, dass sich sein Vorschlag einer „private-public-patriot-partnership“ durchgesetzt habe. „Die Genehmigung einen Flughafen führen zu dürfen ist das wichtigste Asset, das unser Bundesland hat“, betonte der Landeshauptmann. Er hofft, dass dieser dank der Teilprivatisierung in eine positive Zukunft steuere. Alle dafür nötigen Entscheidungen wolle man auch dem Landtag vorlegen. „Sowohl die Exekutive als auch die Legislative haben den Auftrag für die Menschen zu arbeiten. Das soll mit dieser Vorgehensweise gesichert werden“, so Kaiser.

Wichtig für Wirtschaft und Tourismus

Die Zusammenarbeit in der Koalition auf Augenhöhe strich auch Landesrat Martin Gruber hervor. Die Beschlüsse zur Teilprivatisierung des Klagenfurter Flughafens seien sowohl für die Wirtschaft als auch für den Tourismus wichtig. „Der Betrieb des Flughafens ist ein entscheidender Faktor für die Weiterentwicklung des Wirtschafts- und Tourismusstandorts Kärnten“, so Gruber.

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