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Politik - Klagenfurt
Die Feierlichkeit rund um das 500-Jahr-Jubiläum erreicht mit dem Stadtball am Samstag einen Höhepunkt © 5min.at

FPÖ setzt Zeichen

FPÖ-Boykott bei Stadtball „500-Jahr-Jubiläum“

Klagenfurt – Der FPÖ ist es rund um den Winkler-Rede-Eklat letzte Woche ernst. „Die Freiheitlichen werden als Zeichen gegen die verbalen Entlgeisungen beim Festakt zum 500 Jahr Jubiläum der Landeshauptstadt den Stadtball am kommenden Samstag nicht besuchen“, sagt Stadtparteiobmann Stadtrat Wolfgang Germ.

 2 Minuten Lesezeit (265 Wörter) | Änderung am 27.04.2018 - 12:39

Der Grund für diese Entscheidung ist, dass die Ehrenpräsidiumsmitglieder des Klagenfurter Stadtballs Bürgermeisterin Mathiaschitz und Landeshauptmann Kaiser sich nicht klar von den verbalen Entgleisungen von Josef Winkler beim Festakt zum 500 Jahr Jubiläum der Landeshauptstadt distanzieren, stellt Germ in der heutigen Presseaussendung (27. April 2018) fest.  Ein Stadtball zum Jubiläum einer Landeshauptstadt sollte ein geselliges Ereignis sein, bei dem man sich wohlfühlen sollte und gerne verweilt. Das sei laut Germ derzeit jedoch nicht gegeben.

Hintergrund: „Winkler-Rede“

Während der Feier am Dienstag, den 24. April übte der Schriftsteller Josef Winkler heftige Kritik an der Stadt Klagenfurt.  Für regen Gesprächsstoff sorgten vor allem die Zeilen zu Jörg Haider. Der Schriftsteller erklärte in seiner Rede: Die Urne von Jörg Haider solle in eine bewachte Gefängniszelle verlegt werden. Sonst könne es passieren, dass er wie ein Phönix aus der Asche steigt und erneut sein Unwesen treibt. Eine hitzlige politische und mediale Diskussion war die Folge – für die FPÖ war dies zu viel. Gestern hieß es seitens der Stadt, dir Rednerliste wurde doch im Vorfeld von allen zur Kenntnis genommen. 

Rednerliste klar – Inhalt jedoch nicht

„Wenn der Bürgermeisterin der Text Winklers auch nicht bekannt war, so hätte sie sich zumindest klar davon distanzieren müssen. Die Tatsache, dass die Rednerliste für den Festakt bekannt war, ist keine Ausrede für den Inhalt dieser Hasstiraden. Die Freiheitlichen nahmen die Rednerliste zur Kenntnis und trafen keine Vorverurteilungen, jedoch ist es ein Skandal, dass man eine solche Festrede die das Thema komplett verfehlt zulässt,“ so Germ.

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