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Nummernverwirrung am Lindenweg. © 5min.at

Kartenverwirrung:

Warum beim „Lindenweg“ keine Pizza ankommt

Villach – In Villach wird aktuell viel Wohnraum geschaffen. Zwangsläufig sorgt dies für Veränderungen im Wegenetz der Stadt. Private Kartendienste wie "Google Maps" kommen diesen Entwicklungen oft nicht nach. Die Schuld sucht der eine oder andere Bürger dann bei der Stadt. Doch die Dienste sammeln ihre Daten selbst und sind bei Fehlern auf Rückmeldungen aus der Bevölkerung angewiesen. So auch bei einem aktuellen Fall in Vassach, welcher uns von einem Anrainer berichtet wurde.

 4 Minuten Lesezeit (503 Wörter)

Die neue Wohnanlage im „Vassacher Feld“ ist erst im November bezogen worden. Sie liegt am sogenannten „Lindenweg“, welcher durch die Treffner-Straße läuft und in eine weitere Wohngegend mündet. Durch die Änderungen wanderten die Hausnummern des Lindenwegs an eine andere Stelle. Doch viele Kartendienste wissen davon (noch) nichts. So befindet sich aktuell einer der neuen Komplexe am Lindenweg 31. Laut den Infos einiger Kartendienste befindet sich diese Hausnummer aber noch am alten Platz, ca. 500 Meter Luftlinie entfernt – oder existiert überhaupt nicht. Ein Problem für diverse Botendienste oder Bekannte. Doch ist das ganze Schicksal? Nein. Probleme wie diese gibt es seit es Kartendienste gibt. Betroffene müssen ein Update abwarten oder können selbst aktiv werden. Wie, das erklären wir euch hier.

Änderungen selbst melden

Google Maps und andere Dienste bieten die Möglichkeit Fehler und Änderungen zu melden. Wie funktioniert das? Man sucht die betroffene Stelle oder Adresse und klickt mit der rechten Maustaste. Dort geht es über „Datenproblem melden“ weiter zu der Möglichkeit, die Adresse oder gar die Straße zu bearbeiten. Danach wandert die Korrektur in einen Review-Prozess, bei dem andere User diese Info auf Plausibilität prüfen. Umso mehr User einen Fehler melden, desto eher wird die Änderung angenommen. Fehlen ganze Orte, gibt es auch Möglichkeiten, diese hinzuzufügen. Hilft dies alles nichts, muss man den Betreiber wohl direkt kontaktieren. Unternehmen wie Google sind hier aber oft schwer zu erreichen. So bleibt einem nur abzuwarten. Oder zumindest eine der Maps-Alternativen zu aktualisieren.

Die Alternative: Open Street Maps

OpenStreetMap ist ein freies Karten-Projekt, das frei nutzbare Geodaten sammelt, strukturiert und für die Nutzung durch jedermann in einer Datenbank vorhält. Diese Daten stehen unter einer freien Lizenz, der Open Database License. Auch dort können Daten von jedermann geändert werden. Im aktuellen Fall gibt es zwar keine Nummer 31. Dafür existiert die Wohnanlage noch nicht im Plan. Anwohnern sei also anzuraten, dort ihre Anlage einzutragen oder den für eine Stadt aktiven OpenStreetMaps-User darum zu bitten.

Und die Stadt Villach?

Wir haben angefragt. Laut der Stadt Villach sind die Adressdaten vor Ort natürlich korrekt. Auch im Stadtplan der Stadt Villach sind alle Daten korrekt eingetragen. Wir waren auch vor Ort und können dies bestätigen. Doch warum übermittelt die Stadt Fehler nicht an die Dienstleister? Die Antwort: Es gibt viel zu viele. Darum sind Bürger und Bürgerinnen dazu aufgerufen schwere Fehler direkt an die Kartendienste zu melden. Oft dauert es sehr lange bis Bereiche neu vermessen werden, darum ist es ratsam hier direkt aktiv zu werden und z.B. falsche Hausnummern, die zu Problemen führen, löschen zu lassen. Sollte es Rückfragen der Dienstleister geben, ist die Bau- und Feuerpolizei in Villach zuständig. Meist dürfte aber eine Übermittlung des offiziellen Stadtplans genügen.

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