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Sport - Villach
Der E-Bike Simulator samt Virtual Reality Brille ist eines der Highlights
Der E-Bike Simulator samt Virtual Reality Brille ist eines der Highlights © Naturfreunde Österreich

Sicherheitstage in der Alpenarena

Sicher unterwegs mit dem E-Bike

Villach – E-Biken hat sich in den vergangenen Jahren zu einer populären Alternative zum herkömmlichen Radfahren entwickelt. E-Bikes boomen in ganz Österreich. Sie stehen für Umweltfreundlichkeit und bequemes Radeln, für die Naturfreunde Österreich steht jedoch auch die Sicherheit im Mittelpunkt. Die Naturfreunde veranstalten daher die österreichweit ersten Sicherheitstage für E-BikerInnen - auch in Villach.

 5 Minuten Lesezeit (629 Wörter) | Änderung am 02.05.2018 - 09:10

E-Biken bietet auch älteren oder beeinträchtigten Personen neue Möglichkeiten. Höhere Geschwindigkeiten als bei normalen Rädern, verlängerte Bremswege und eine ungewohnte Fahrdynamik führen allerdings zu steigenden Unfallzahlen: Laut Kuratorium für Verkehrssicherheit verunglückten im Jahr 2016 rund 3.700 E-BikerInnen so schwer, dass sie medizinisch versorgt werden mussten.

Spektakulär: Virtual-Reality-Brille am E-Bike-Simulator

Im Rahmen der Sicherheitsaktion bieten die Naturfreunde nun österreichweit kostenlose E-Bike-Trainings an. In Kooperation mit ExpertInnen entwickelten die Naturfreunde-Experten eine Plattform, mit der man E-Bike-Fahrten simulieren kann. Bei dem System, das Besucher im Zuge der Sicherheitstage testen können, lässt sich die Plattformneigung verstellen, wodurch die Bremswege bewusst gemacht und trainiert werden können. Zusätzlich dazu sorgt eine Virtual-Reality-Brille für eine authentische und einzigartige Erfahrung. Alle TeilnehmerInnen werden von ExpertInnen aus der Branche betreut und beraten.

Das Programm des Sicherheitstrainings

  • virtuelles Erleben (VR-Brille) der Unterschiede zwischen E-Bike und einem normalen Fahrrad
  • Kennenlernen und Test der neuesten KTM E-Bike Modelle
  • Hindernisparcours zum Testen der Fahreigenschaften
  • Detaillierte Informationen vom Radsport-Experten


Naturfreunde Sicherheitstage am E-Bike: Am 5. Mai in Villach

Naturfreunde Sicherheitstage am E-Bike: Am 5. Mai in Villach - © Naturfreunde Österreich

3 Fragen an Peter Gebetsberger, Naturfreunde-Experte für Radsport

Warum wird für E-Bikes ein Training benötigt, das sich vom herkömmlichen Fahrrad-Training unterscheidet?

E-Biken ist nicht mit Fahrradfahren zu vergleichen, sondern eine eigene Sport-Kategorie. Sie haben durch Motor, Gewicht und Akku einen anderen Schwerpunkt als ein Fahrrad. Ein weiterer wesentlicher Unterschied ist die Anfahrt, die bei verschiedenen Elektro- und Geschwindigkeitsstufen möglich ist. Hier kann es für unerfahrene E-BikerInnen leicht passieren, dass sie/er gleich beim Anfahren nach hinten/seitwärts kippen und vom E-Bike fallen. Eine wichtige Übung beim E-Biken ist auch das Langsamfahren, weil das Drosseln des Motors geübt werden muss. Eine weitere Herausforderung ist die Dynamik, die durch die hohen Kräfte beim E-Biken in den Kurven herrscht. Durch das größere Gewicht und die höhere Geschwindigkeit wirken hier deutlich stärkere Kräfte, als bei der Fahrt mit einem normalen Fahrrad. Wer beim E-Radeln nicht viel Erfahrung hat, kann hier deshalb sehr schnell Schwierigkeiten bekommen. Wir Naturfreunde wollen den Elektro-Rad-Fahrern keine Angst machen, sondern durch Risikokompetenz die Sicherheit mit dem Fahrspaß kombinieren.

In welchem Alter liegt das Zielpublikum für diese E-Bike Trainings?

Nicht nur Menschen, die über 50 Jahre alt sind, sondern auch untrainierte 30-jährige können mit den schwierigen Fahrdynamiken des E-Bikens Probleme bekommen. Aber das Zielpublikum ist schon im Bereich der über 50-jährigen, die aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr mit herkömmlichen Fahrrädern fahren können. Viele können dadurch in höherem Alter wieder Strecken meistern, die sie vor 20 Jahren noch ohne Motor-Unterstützung geschafft haben. Die Unerfahrenheit ist ein großes Problem, manche sind vor der ersten E-Bike Fahrt möglicherweise schon 15 Jahre nicht mehr auf einem Rad gesessen.

Welche Unfälle passieren mit E-Bikes häufig?

In vielen Fällen führt eine Ablenkung, etwa in Form eines anderen Verkehrsteilnehmers oder eines Tieres zu einer Bremsung – und dann wird die Dynamik des Bremsweges in der hektischen Situation falsch eingeschätzt. Oft wird aber einfach auch der Verlauf einer Kurve falsch eingeschätzt. Man fährt mit zu hoher Geschwindigkeit auf die Kurve zu und schafft es nicht mehr rechtzeitig zu bremsen und zu lenken. Auch von anderen Verkehrsteilnehmern wird die Geschwindigkeit des E-Bikes unterschätzt, weil sie durch das optische Erscheinungsbild ein normales Fahrrad vermuten.

Sicherheitstraining in Villach

  • 5. Mai 2018
  • Alpenarena Villach
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