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Wirtschaft - Villach
vlnr: Vizebürgermeisterin Dr.in Petra Oberrauner, Oliver Heinrich, CFO Infineon Technologies Austria, Marco Ottella, Projektleiter STEVE und Lou Tik, Geschäftsführer JAC Italy Design Center bei der Projektpräsentation bei Infineon © Stadt Villach/Oskar Höher

Jetzt teilnehmen!

E-Mobilitäts­projekt „STEVE“: Eure Meinung zählt

Villach – Das grenzübergreifende E-Mobilitäts-Projekt "STEVE" läuft an und baut dabei stark auf Bürgerbeteiligung. Villacherinnen und Villacher werden eingeladen, an einer Umfrage teilzunehmen.

 6 Minuten Lesezeit (797 Wörter) | Änderung am 07.05.2018 - 15:56

Mit dem Projekt „STEVE“ wird Mobilität völlig neu gedacht. Gemeinsam mit internationalen Partnern werden die Möglichkeiten der Elektromobilität in Verbindung mit neuen Geschäftsmodellen (Sharing, also teilen, statt besitzen) entwickelt.

Umfrage startet – jetzt teilnehmen!

Um neue Mobilitätsangebote bestmöglich zu gestalten, startet die Umsetzungsphase mit einer Umfrage unter Nutzerinnen und Nutzern. Denn STEVE will nicht nur bei Fragen der Mobilität, sondern auch bei der Bürgernähe neue Wege gehen. „Mit der Teilnahme an dieser Umfrage helfen die Villacherinnen und Villachern den Verantwortlichen der Stadt Villach, neue Mobilitätsleistungen bestmöglich für Sie zu gestalten und liefern wichtige Inputs für die Umsetzungsphase dieses zukunftsweisenden Projektes“, so Vizebürgermeisterin Dr.in Petra Oberrauner.

Was ist „STEVE“ eigentlich?

Unter der Leitung von Infineon Technologies Austria startete im vergangenen Jahr das europäische Forschungsprojekt „STEVE“. Der Name ist ein Akronym und steht für „Smart-Taylored L-category Electric Vehicle demonstration in hEteregenous urban use-cases“. Die sperrige Bezeichnung bedeutet, dass im Zuge des Projektes erforscht wird, wie E-Mobilität effizient genutzt werden kann. Gleichzeitig ist es das große Ziel, die Bürgerinnen und Bürger zum Umdenken zu bewegen, um auf Autos zu verzichten und der E-Mobilität den Vorzug zu geben.

Wer ist dabei?

Vier Städte haben sich gemeinsam mit 17 weiteren Partnern aus der Industrie zusammengeschlossen, um gemeinsam diese Ziele zu erreichen. Den Zuschlag als Testregionen für das Projekt mit einem Volumen von insgesamt 9,5 Millionen Euro erhielten Villach, Turin und Venaria (Italien), sowie Calvìa (Spanien). Die Ergebnisse werden in Handlungsanleitungen der Europäischen Kommission für nachhaltige urbane Mobilitätskonzepte einfließen.

„Villach bestätigt als Partner dieses EU-Projektes seinen eingeschlagenen Weg in Richtung Smart City. Als eine der Testregionen wirken wir so an der Definiton zukünftiger Standards im städtischen Verkehr mit. Die Bedürfnisse der Bevölkerung, die bei diesem Projekt erneut aktiv eingebunden wird, sowie das Know-how von lokalen Partner fließen direkt in die Forschungsergebnisse mit ein. Damit zeigt Villach einmal mehr seine Stärke als Technologiestandort“, so die Referentin für europäische Kooperation, Vizebürgermeisterin Dr.in Petra Oberrauner.

Die große Frage: Wo wird E-Mobilität überhaupt gebraucht?

„Ganz klar im Fokus steht hier die Bedarfsorientiertheit. Das bedeutet, dass wir zuerst erforschen, wo E-Mobilität von den künftigen Nutzerinnen und Nutzern verlangt und benötigt wird, bevor wir entsprechende Maßnahmen ergreifen. Damit beweisen wir erneut, dass wir mit dem uns anvertrauten Steuergeld verantwortungsvoll umgehen.“ Die Vizebürgermeisterin kann sich vorstellen, schlussendlich zwei E-Autos und rund 100 Fahrräder in der Stadt Villach den Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung zu stellen. Dabei baut sie auf das Feedback der Villacherinnen und Villacher, die die E-Fahrzeuge im Testzeitraum von drei Jahren ausgiebig erproben können.

CO2 und Lärm sollen reduziert werden

Unter dem Schlagwort „Elektromobilität als Service“ stellt das EU-Forschungsprojekt E-Leichtfahrzeuge mit zwei bis vier Rädern in den Mittelpunkt. Einwohner und Touristen als Nutzer sowie lokale Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette profitieren gleichermaßen. Diese Fahrzeuge sind unter anderem platzsparender beim Parken sowie im Verkehr und tragen zur CO2- und Lärmreduktion bei. Sie sind daher eine nachhaltige Alternative zum herkömmlichen Individual-PKW, um das steigende Verkehrsaufkommen zu entlasten.

Ziel: Eine echte Transportalternative

Mithilfe der im Rahmen des Testzeitraumes gesammelten Daten – zum Beispiel auch mittels eigener App – wird schließlich eine neue, kostengünstigere Generation von Elektrischen Leichtfahrzeugen entwickelt. Die E-Fahrzeuge sollen von der Bevölkerung als eine wirkliche Transportalternative um urbanen Umfeld wahrgenommen werden. Projektpartner JAC, ein Unternehmen aus Turin, arbeitet an E-Leichtfahrzeugen, die im Rahmen von „STEVE“ weiterentwickelt und ab 2018 serienmäßig produziert werden sollen. Lou Tik, General Manager des JAC Italy Design Center: „JAC stellt in Villach, Turin und Venaria 12 elektrische Leichtfahrzeuge für Testfahrten zur Verfügung. Im Rahmen von Car-Sharing können diese elektrischen Leichtfahrzeuge Fahrtzeiten verkürzen sowie den Energieverbrauch senken. Zudem sind sie wendiger und benötigen weniger Platz beim Parken.“ In Villach wird zudem an einem E-Bike-Sharing-Modell gearbeitet.

Die STEVE-Ziele zusammengefasst

  • Erstens geht es um eine detaillierte Marktanalyse für Elektronische Leichtfahrzeuge, basierend auf Befragung von Konsumenten und Partnern. Damit einhergehend soll auch die Ladeinfrastruktur verbessert werden.
  • Zweitens zielt „STEVE“ darauf ab, durch die Entwicklung einer neuen, leistbaren Generation von E-Leichtfahrzeugen eine zusätzliche, attraktive Mobilitätslösung nachhaltig und auf breiter Basis zu etablieren und deren Sichtbarkeit zu erhöhen. Durch optimale Geschwindigkeit, Berücksichtigung des vom Fahrzeug vorgeschlagenen Weges sowie Rücksichtnahme auf äußere Einflüsse wie Temperatur sollen die E-Vehikel effizienter genutzt werden.
  • Drittens wird der Einsatz von E-Leichtfahrzeugen in den Teststädten entsprechend der Zielvorgaben analysiert.

Weiterführende Informationen zu STEVE unter:

http://www.steve-project.eu/

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