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Hintergrund
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GTI-Vortreffen:

GTI: Appell an ein touristisches Miteinander

Kärnten – Sperren, Schwellen und Kontrollen sorgen bei dem heurigen GTI-Vortreffen für einen Wildwuchs rund um die bekannten Hot-Spots. Die unterschiedlichen Fan-Gruppen suchen sich ihre eigenen Bereiche. Autoliebhaber zieht es immer weiter in den Westen - da ihnen bekannte Plätze bereits zu wild geworden sind. Touristiker bitten darum um mehr Respekt gegenüber ruhesuchenden Urlaubern.

 5 Minuten Lesezeit (656 Wörter)

Kaum ein Thema wird in Kärnten so kontrovers diskutiert wie das 1982 ins Leben gerufene GTI-Treffen. Es hat sich über die Jahre stetig in einer Eigendynamik verändert. So war es zahlreichen Autofans rund um das organisierte Treffen in Reifnitz vielfach zu laut und sie entwickelten ein eigenes Vor-Treffen, abseits vom Rummel. Unterstützt durch die heutigen Kommunikationsmöglichkeiten wie Facebook, Blogs etc. haben neben den tausenden GTI-Anhängern auch viele weitere Autofans diese Vor-Treffen für spontane Urlaubsentscheidungen entdeckt. Nun werden auch diese Vortreffen immer mehr zum eigentlichen Rummel. Viele Gäste weichen darum auf neue Hot-Spots aus. Sperren und Kontrollen verlagern die Massen zusätzlich in neue – „unerschlossene“ – Bereiche. Zum Ärger der dortigen Gäste und Anrainer. Denn auch wenn sich Krawallmacher in der Minderheit befinden, sorgen sie für das schlechte Image der Tuningfans. Auch die Villacher Alpenstraße wird unter Tunern immer beliebter. Nicht zur Freude von Naturpark-Referentin Vizebürgermeisterin Dr.in Petra Oberrauner. Doch sorgt das Treffen auch für entsprechende Wertschöpfung in ganz Kärnten.

Autofans am Arneitz-Gelände - © Thomas Holzer

Appell an Störenfriede: „Kärnten soll kein Tummelplatz für wenige Unverbesserliche werden“

Christian Kresse, Geschäftsführer der Kärnten Werbung: „Wir erwarten auch von diesen Gästen einen entsprechenden Respekt vor den Anrainern sowie ruhesuchenden Urlaubern und wissen den Einsatz der heimischen Exekutive und Behörden sehr zu schätzen. Autofreunde sind auch in Kärnten gern gesehene Gäste, sie werden jedoch dringend ersucht, sich tourismusverbunden zu verhalten.“ Dem schließt sich auch Roland Sint, Geschäftsführer der Region Wörthersee an: „Eine erfolgreiche Entwicklung des Tourismus kann nur durch ein friedliches und wertschätzendes Miteinander der Einheimischen und der Gäste stattfinden. Daher wünschen wir uns auch von den Autofans den gebührenden Respekt und ein dementsprechendes Verhalten.“ Georg Overs, Geschäftsführer der Region Villach, schließt sich an: „Der Umgang mit den GTI-Vortreffen ist bei den Touristikern in unserer Region durchaus umstritten und wird heftig diskutiert. Einigkeit besteht jedoch darüber, dass wir alle den Autofreunden, die hier angemessen ihren Urlaub verbringen, die bei uns übliche Gastfreundschaft entgegenbringen.“

Allen Beteiligten scheint klar zu sein, dass ein Großteil der Fans sich an die Regeln hält. Da das Vor-Treffen vieler Autofreunde vor dem eigentlichen GTI Treffen von der Kärnten Werbung bzw. den Tourismusregionen weder beworben noch finanziell unterstützt wird, bleibt den Verantwortlichen nur der Appell an ein touristisches Miteinander.

Infoblatt zur Villacher Alpenstraße - © 5min.at

Alpenstraße wird beliebter

Heuer zieht es viele Fans, denen die bekannten Hot-Spots bereits zu wild geworden sind, auf die Villacher-Alpenstraße. Die Villacher Naturpark-Referentin Dr.in Petra Oberrauner dazu: „Es freut uns, dass so viele Menschen den Naturpark Dobratsch und die Villacher Alpenstraße besuchen. Wir ersuchen jedoch alle Gäste auf die Natur Rücksicht zu nehmen, langsam und vernünftig zu fahren, sich – dem Naturpark und den dort lebenden Tieren entsprechend – ruhig zu verhalten. Sofern dies im gesetzlichen Rahmen erfolgt, sind sie hier gern gesehene Gäste. Sollte es jedoch zu Problemen mit ihnen kommen, bitten wir auch die Villacherinnen und Villacher, dies der Polizei zu melden.“ Die Villacher Alpenstraße und der Naturpark verteilt an alle Besucherinnen und Besucher bei der Mautstelle ein Informationsblatt mit entsprechenden Benimmregeln für den Naturpark – und zwar in drei verschiedenen Sprachen. „Die Stadtpolizeidirektion Villach ist einmal ein verlässlicher Partner“, erklärt die Naturpark-Referentin und dankt dafür. „Streifendienste sind auch auf den Verkehrswegen im Naturpark aktiv und führen regelmäßige Kontrollen und Radarmessungen auf der Alpenstraße durch. Autorennen und Gummi-Gummi-Aktionen haben keinen Platz im Naturpark!“, so Oberrauner abschließend.

Am 9. Mai beginnt das eigentliche GTI-Treffen in Reinfitz.

Wir haben Fans gefragt was sie über die GTI-Treffen denken:

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