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Politik - Villach
"Wir versuchen die Anfragenden möglischt schnell und unkompliziert mit Wohnungen zu versorgen!" © KK

So kommt ihr zur Gemeindewohnung:

Sucht ihr noch oder wohnt ihr schon?

Villach – Jeden Mittwoch findet in Villach der Wohnungssprechtag statt. Stadtrat Erwin Baumann steht hier mit Rat und Tat für alle Anliegen rund ums Thema Wohnen zur Verfügung. Sein oberstes Ziel: "Wir wollen wohnungssuchende Villacher so schnell wie möglich wohnversorgen!". Genutzt wird dieser Sprechtag übrigens intensiv, meint der freiheitliche Wohnungsstadtrat: "Die Anzahl der Sprechtage musste aufgrund der großen Nachfrage mittlerweile verdreifacht werden!"

 5 Minuten Lesezeit (663 Wörter)

Bereits seit mehr als drei Jahren ist der Villacher Stadtrat und FPÖ-Stadtparteiobmann bereits Wohnungsreferent und kümmert sich dabei vor allem um sämtliche Belange der Wohnungsvergabe für die städtischen Wohnungen. „Dazu zählen nicht nur die Vergabe von freien Wohnungen, sondern auch die aktive Verbesserung der Bedingungen für Wohnungssuchende bzw. eine Optimierung von Parametern rund um die Wohnungsvergaben“, schildert Baumann.

Aber wie kommt man zur (Gemeinde)wohnung?

„In Villach gibt es derzeit 1.356 stadteigene Wohnungen und etwa 4.700 Genossenschaftswohnungen. Prinzipiell kann natürlich jeder bei uns um eine Wohnung ansuchen. Villacherinnen und Villacher werden natürlich bevorzugt. Grundvoraussetzung ist, dass man zwei Jahre in Villach den Hauptwohnsitz hatte oder zwei Jahre einen durchgehenden Arbeitsplatz in Villach nachweisen kann“, so Wohnungsreferent Baumann. Aber: „Bei uns gibt es auch sehr viele Ansuchen von Personen aus den Umlandgemeinden oder Personen die z.B. von Klagenfurt nach Villach ziehen wollen“.

Baumann hat mit seinem Referat aller Hand zu tun: „Allein im Jahr 2017 wurden über 1.500 Wohnungen zugewiesen, der Höchststand seit 2001. Voraussetzung für eine Gemeindewohnung ist natürlich immer, dass man als Wohnungssuchender einen Antrag bei der Stadt Villach, bei uns im Wohnungsreferat, stellt.“

„Wir wollen leistbares Wohnen!“

Einer der wesentlichen Parameter des sozialen Wohnbaus bzw. der Vergabe von Gemeindewohnungen ist die Leistbarkeit des Wohnraums und ein damit verbundener fixer Mietpreis. Bei den stadteigenen Wohnungen sieht die Situation wie folgt aus: „Die Kosten je Quadratmeter bei selbstbeheizbaren Wohnungen liegen bei 3,54 Euro/m² (BK und Miete) und bei Wohnungen mit Zentralheizung circa 7,80 Euro/m² (inkl. BK/HK-Aconto). Für einen Neubau wie am Vassacherfeld bezahlt man in etwa 9,- Euro je Quadratmeter inkl. BK/HK-Aconto“, erklärt Baumann. Die fünfte Baustufe beim Wohnbauprojekt Vassacherfeld sollte übrigens Ende September abgeschlossen sein.

Stadtrat Erwin Baumann leitet seit mehr als drei Jahren das Wohnungsreferat. - © KK

„Immer wieder innovative Wohnprojekte“

„Die Wohnsituation in Villach ist wirklich äußerst gut. Wir haben das Glück, dass immer wieder innovative Wohnbauprojekte, vor allem im Bereich des sozialen Wohnbaus, durchgeführt werden und so leistbarer Wohnraum geschaffen wird“, so Erwin Baumann weiter. „Soziale Härtefälle rund um die Wohnungssuche kommen natürlich trotzdem immer wieder vor. Wir versuchen selbstverständlich auch da zu helfen. Beispielsweise eine kleinere Wohnung zu finden oder einen Wohnungskategorienwechsel von A auf B um dem Mieter Geld zu sparen“, schildert Baumann.

Wohnungssprechtag

Jeden Mittwoch findet der Sprechtag für Wohnungssuchende mit Stadtrat Erwin Baumann statt.
Zeit: Mittwochs von 14.00 bis 16.00 Uhr
Ort: Rathaus, Eingang II, 1. Stock, Zimmer 106
Vorherige Terminvereinbarung ist notwendig.
Anmeldung unter: 04242 205 3102

Investitionen in bestehende Objekte

Nicht nur in Neubauprojekte wird investiert, sondern natürlich auch in bestehende Objekte, um den Anforderungen der Zeit gerecht zu werden und Gebäude bzw. einzelne Wohnungen zu modernisieren. „Bei den bestehenden Gemeindewohnungen gibt es natürlich laufend Adaptierungen. Für das heurige Jahr haben wir 788.000 Euro veranschlagt, um Objekte zu renovieren, optimieren und zu verbessern. Zu den Investitionsmaßnahmen zählen z.B. thermische Sanierungen, Putzerneuerungen, Erneuerungen von Balkonen usw. Finanziert werden diese Maßnahmen rein aus Mieteinnahmen“, so Baumann. Eine der größten Investitionen wird wohl das stadteigene Gebäude in der Schlossgasse 1 sein. Hier werden alleine 165.000 Euro investiert.

Zahlreiche künftige oder bestehende Mieter nutzen die Wohnungs- oder Mietersprechtage - © KK

Auch für bestehende Mieter wird gesorgt

Inzwischen wurden auch schon fünf Mietersprechtage in Wohnanlagen vor Ort abgehalten, um die Anliegen der Mieter zu besprechen und eventuell vorhandene Probleme zu lösen. „Manchmal erzielen wir schnell eine Lösung, manchmal dauert es etwas länger – aber die Anliegen der Mieter und die Vermittlung zwischen Vermieter und Mieter sehe ich als eine meiner wesentlichen Aufgaben an, die ich auch so gut wie möglich umsetzen will“, erklärt Erwin Baumann abschließend.

Mietersprechtage

Geplant sind vier Sprechtage im Jahr – jedes Quartal einen. Die genauen Termine werden auf der Stadthomepage veröffentlicht. (HIER)

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