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Wirtschaft - Villach
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Paukenschlag

Infineon: Milliarden-Investition in Villach

Villach – Sensationell gute Neuigkeiten für Kärnten: Die Infineon Technologies AG wird am Standort Villach 1,6 Milliarden Euro investieren und damit neben der bestehenden Fertigung eine vollautomatisierte Chipfabrik für die Fertigung von 300 Millimeter-Dünnwafern bauen. Der Baubeginn für die 60.000 Quadratmeter große Fabrik ist in der 1. Jahreshälfte 2019 geplant, die Fertigung soll 2021 starten, 400 neue, insbesondere hochqualifizierte Arbeitsplätze entstehen.

 4 Minuten Lesezeit (550 Wörter)

Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser spricht von einem „regelrechten Turbo-Boost“ für das Bundesland Kärnten und von einer Investitionssumme, die „für Kärnten und für Österreich nicht alltäglich ist“. „Nicht nur, dass der Weltkonzern und Weltmarktführer Infineon mit dieser Mega-Investition neuerlich sein Vertrauen in den Standort Kärnten und die hier gewährleisteten Rahmenbedingungen mehr als eindrucksvoll unter Beweis stellt. Mit diesem Ausbau entstehen dringend benötigte Arbeitsplätze sowohl im Hochtechnologie- als auch im Produktionsbereich. Damit wird die Wirtschaft in und um Villach sowie in ganz Kärnten einen weiteren Aufschwung erleben“, so Kaiser. Kärnten baue damit seinen Ruf als Hochtechnologie-Standort mit weltweit einzigartigen Vorzügen, wie unserer sauberen Luft und Umwelt sowie der unvergleichlichen Lebensqualität, weiter aus.

Investition bringt große Herausforderungen mit sich

Der Landeshauptmann verwies auf mit der Investition einhergehende große Herausforderungen für Land, Stadt und Bund, beispielsweise was die Errichtung von Verkehrs- und Energieinfrastruktur, Kinderbetreuung und Bildungseinrichtungen betrifft. „Von Landesseite werden wir konzentrierte und koordinierte Genehmigungs- und Verfahrensabläufe sicherstellen“, betonte Kaiser. Zudem kündigte er an, dass möglichst zeitnahe den politischen Verantwortungsträgern im Rahmen einer Projektpräsentation nähere Details zu den Ausbauplänen mitgeteilt werden sollen.

Wichtiges Signal für Standort Villach

„Diese Großinvestition ist wirtschaftlich, technologisch, aber auch gesellschaftlich ein Meilenstein für Infineon Austria und stellt einen bedeutenden Schritt für die Zukunftssicherung unseres Hochtechnologie-Standortes dar. In der wettbewerbsintensiven Halbleiterbranche ist die Errichtung der neuen Fertigung ein wichtiges Signal, dass wir mit dem ausgezeichneten Knowhow unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie führenden Technologien die Chancen der Digitalisierung nutzen und als Hochlohnregion global wettbewerbsfähig sind“, sagte Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende der Infineon Technologies Austria.

Albel: Standort in der Champions-League angekommen

Villachs Bürgermeister Günther Albel zeigte sich ebenfalls begeistert: „Es handelt sich vermutlich um das größte Hightech-Investment Europas und bestätigt Villachs konsequenten Weg hin zum Hightech-Herzen im Alpen-Adria-Raum eindrucksvoll.“ Der Standort sei damit endgültig in der Champions League angekommen. Zählt man zur heutigen Bekanntgabe bereits vor Monaten präsentierte Expansionsmaßnahmen dazu, wird der Beschäftigungsstand der Infineon bis 2025 von derzeit rund 3.000 auf 4.000 Mitarbeiter anwachsen.

Fakten zur neuen Chipfabrik

  • Baubeginn: Erste Hälfte 2019
  • Geplanter Produktionsstart: Anfang 2021
  • Gebäudefläche gesamt: 60.000 m²
  • Investitionsvolumen: 1,6 Mrd. Euro
  • Investitionszeitraum: 6 Jahre
  • Beschäftigte: 400 hochqualifizierte Arbeitsplätz

Weitere Investitionen in Villach

Bereits in der Regierungssitzung vom 8. Mai berichtete Infineon über Investitionsmaßnahmen an den österreichischen Standorten. So sollen am Headquarter in Villach rund 40,1 Millionen Euro in einen Neubau mit einer Gesamtkapazität von 600 Arbeitsplätzen im Bereich Forschung und Entwicklung investiert werden. Dieser Neubau soll ausreichend Platz für die Übersiedlung von bestehenden F&E-Abteilungen und 350 zusätzlichen F&E-Arbeitsplätzen bieten.

Weidinger möchte sich den Gegebenheiten anpassen

Auch der ÖVP Nationalrat Peter Weidinger sieht in dem Investment eine einmalige Chance für die zukünftige Entwicklung des Lebens- und Arbeitsplatzstandorts Villach. „Die gesamte Bildungslandschaft soll diesen neuen Gegebenheiten angepasst werden. Vom Kindergarten bis zur Fachhochschule sind das für Villach Chancen, die wir nutzen werden“, betont Weidinger. Konkrete Maßnahmen für die Stadt sowie den ländlichen Raum mit sämtlichen Umlandgemeinden werden laut dem Nationalrat in den nächsten Tagen präsentiert.

 

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