Urteil nach versuchtem Raub in Klagenfurt - 5 Minuten - Nachrichten & Aktuelles

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Zwei Jahre Haft

Urteil nach versuchtem Raub

Klagenfurt – Einem 23-jährigen Wolfsberger wurde gestern vor dem Landesgericht Klagenfurt zur Last gelegt, im März 2018 in der Landeshauptstadt eine Bäckerei überfallen zu haben. Er wurde zu zwei Jahren Haft verurteilt.

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Der Raubversuch ereignete sich am 18. März im Stadtteil Viktring – wir berichteten. Gegen 18.10 Uhr betrat er die Bäckerei und verlangte zwei Semmeln. Die 44-jährige Verkäuferin machte ihn darauf aufmerksam, dass das Geschäft schon geschlossen sei, er die Semmeln aber haben könne.

Verkäuferin angegriffen

Dann trat er jedoch hinter das Verkaufspult, riss die Verkäuferin an den Haaren und forderte von ihr die Herausgabe der Kellnergeldtasche. Es kam quer durch das Lokal zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung. Die Verkäuferin schaffte es zu einer Zwischentüre, die in den Vorraum des angrenzenden Wohnhauses führt, und schrie um Hilfe. Ein 44-jähriger Nachbar hörte die Hilferufe und lief in das Geschäft. Der unbekannte Täter flüchtete ohne Beute durch die Hintertüre, der Zeuge nahm die Verfolgung auf, verlor ihn aber nach einer Weile aus den Augen. Die 44-Jährige Verkäuferin wurde leicht verletzt.

Schneller Fahnungserfolg

Bereits einen Tag nach der Tat wurde der 23-jährige amtsbekannte Wolfsberger ausgeforscht. Als Motiv gab er Geldnot an, im Verhandlungskalender des Landesgerichts Klagenfurt ist angegeben, dass er beschäftigungslos ist.

Vor Gericht erklärte er nach ORF-Informationen, er sei drogensüchtig. Da er als kleiner Drogenhändler wohl die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich gezogen hatte, wurde sein Telefon abgehört. So wurde er auch wegen des Überfalls auf die Bäckerei überführt – er erzählte am Telefon einem Freund davon. Das Urteil lautete schließlich zwei Jahre Haft. Dies kann noch in eine angeordnete Drogentherapie umgewandelt werden. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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