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Oberstleutnant Manfred "Mandi" Linhard war der älteste dienende Militärpilot in Österreich © Bundesheer

Traurige Nachricht:

Pilot Manfred Linhard startete zu seinem letzten Flug

Klagenfurt/Gitschtal – Seit Sonntag, den 27. Mai 2018, ist bekannt, dass der 64-jährige Hubschrauberpilot Oberstleutnant Manfred Linhard verstorben ist. Nach kurzer schwerer Krankheit musste Österreichs ältester Militäreinsatzpilot, von seinen Freunden liebevoll „Mandi“ genannt, seinen letzten Flug antreten. 

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„Die Fliegerei war eindeutig mein Schicksal. Der Weg von Oberösterreich ins schöne Kärntner Gitschtal wohl auch. Die Liebe gefunden, glücklich mit zwei Söhnen bin ich nun schon über 25 Jahre familiär hier im Gitschtal stationiert“, so Linhard bei seinem letzten Interview mit dem Gailtal-Journal im Dezember 2017.

Leidenschaft zum Fliegen

Die Leidenschaft zum Fliegen hat der passionierte Jäger von seinem Vater, welcher auch Pilot war, in die Wiege gelegt bekommen. Er absolvierte 1978 die Piloten- und Fluglehrerausbildung beim Österreichischen Bundesheer. Zehn Jahre war Manfed Linhard Staffelkommandant in Hörsching, bis er 1998 als Kommandant des Hubschrauberstützpunktes in Klagenfurt eingesetzt wurde. Seit diesem Zeitpunkt war der Gitschtaler in Klagenfurt stationiert. In seiner 40-Jährigen Pilotenkarriere flog er, bis auf den Black Hawk, sämtliche militärische Hubschraubertypen, aber auch zivile Hubschrauber wie zum Beispiel Einsätze mit dem Rettungshubschrauber. Unzählige schwierige Hilfseinsätze für alle Blaulichtorganisationen sowie in Not geratene Menschen im In- und Ausland prägten seine Fliegerlaufbahn. „Mandi“ absolvierte in seiner Laufbahn knapp 8.000 militärische und rund 1.000 zivile Flugstunden.

Verabschiedung

Am Samstag, den 2. Juni 2018, um 10.30 Uhr findet in der Aufbahrungshalle Weißbriach in Kärnten die Aussegnung statt und anschließend wir der Verstorbene mit militärischen Ehren im Trauerkondukt zur Pfarrkirche St. Johannes der Täufer begleitet, wo der Trauergottesdienst abgehalten wird.

Weitere Informationen

Seit 1983 war der Pilot mit seinen Kollegen bei Hochwassern, Sturmschäden, Bränden oder im Schneeeinsatz in Österreich aber seit 2006 meist in Südosteuropa unterwegs. Zu den Einsätzen zählen neben allen Katastrophen auch Personen- und Materialtransporte. Weitere Informationen zum Leben des Militärpilots gibt es beim Gailtal Journal HIER.

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