Zum Thema:

12.10.2018 - 19:28Neue Kenn­zeichnung der Kraft­stoffe12.10.2018 - 18:43Eröffnung von carla und carla+12.10.2018 - 13:22Gewinne ein ECHO DOT09.10.2018 - 19:20GEMEINSAM.SICHER auch in Kärnten
Leute - Villach & Klagenfurt
© Redtenbacher

Zuschuss in schweren Zeiten

Nachhaltige Hilfe bei Energiearmut

Kärnten – Dank VERBUND-Stromhilfefonds konnten allein im Vorjahr 15 Hilfesuchende in Kärnten mit rund 1.050 Euro unterstützt werden. Seit 2009 wurde österreichweit 8.500 von Energiearmut betroffenen Menschen geholfen.

 2 Minuten Lesezeit (240 Wörter) | Änderung am 30.05.2018 - 18:56

Herr G. (35) ist einsam und krank, bezieht lediglich Reha-Geld. Weil er eine Stromnachzahlung in der Höhe von 600 Euro alleine nicht bewältigen konnte, wurde ihm der Strom abgedreht. Damit fehlte dem an einer schweren Neurodermitis leidenden Mann das Warmwasser für seine therapeutischen Bäder. Auch seine Waschmaschine war kaputt. „Über den VERBUND-Stromhilfefonds bekam ich eine neue. In der Beratung erfuhr ich, wie ich mit energiesparendem Verhalten die Energiekosten dauerhaft senken kann“, ist G. dankbar für die Hilfe.

Österreichweite Hilfe

Der 35-Jährige ist bei Weitem nicht der einzige, der von Energiearmut betroffen ist.  Seit 2009 – dem Bestehen des VERBUND-Stromhilfefonds der Caritas – konnten insgesamt 8.500 Menschen in Österreich unterstützt werden.  Durchschnittlich erhielten die Haushalte 100 Euro Finanzierungshilfe bei Stromrechnungen. Mehr als 1.800 Haushaltselektrogeräte wurden getauscht, 2.700 Energieberatungen durchgeführt. Allein in Kärnten wurde im Vorjahr 15 Hilfesuchenden mit 1.046,78 Euro unter die Arme gegriffen. „Insgesamt zwölf Kinder haben davon profitiert. Im Zuge der Energieberatung wurden in sechs Fällen ‚Stromfresser‘ gegen stromsparende Geräte getauscht“, sagt Tanja Greiner als Sozialberaterin der Caritas Kärnten.

Es soll unbürokratisch geholfen werden

„Gemeinsam mit der Caritas haben wir vor mittlerweile neun Jahren den VERBUND-Stromhilfefonds zur Bekämpfung von Energiearmut gegründet“, so Verbund-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Anzengruber. „Unser Ziel war es damals und ist es bis heute, rasch, unbürokratisch und vor allem nachhaltig zu helfen. Es freut mich sehr, dass wir armutsbetroffenen Menschen in Österreich über eine so lange Zeit nachhaltig wirksam beistehen konnten.“

Kommentare laden