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Politik - Villach
© ÖBB/Philipp Horak

Projekt MICOTRA

Bald möglich: Mit der Bahn nach Triest

Villach/Triest – Von Villach nach Triest - das länderübergreifende Bahn-Projekt "MICOTRA" wird 2018 nicht nur fortgeführt, sondern auch noch erweitert. Das gaben das Land Kärnten und die ÖBB heute in einer gemeinsamen Pressekonferenz bekannt. Doch was steckt hinter "MICOTRA"?

 3 Minuten Lesezeit (409 Wörter) | Änderung am 01.06.2018 - 10:57

Das Projekt MICOTRA ist eine sehr erfolgreiche und beliebte länderübergreifende Bahnverbindung. Seit 2013 können Gäste und Einheimische den Personennahverkehr zwischen Villach und Udine nutzen und ohne PKW – dafür aber mit dem Fahrrad – reisen. Über 85.000 Reisende nahmen das MICOTRA-Angebot mit rund 15.000 Fahrrädern in der Saison 2017 in Anspruch. Ab 10. Juni 2018 wird dieses Angebot nun um die Strecke bis nach Triest erweitert. So werde vier Mal täglich an Samstagen, Sonn- und Feiertagen die S4 nach Tarvisio Boscoverde verlängert. Zusätzlich werde eine Verlängerung dieses grenzüberschreitenden Nahverkehrs bis Triest angeboten, womit Tagesausflüge bis ans Meer möglich werden.

Gemeinsames Projekt verbindet Tourismus und Mobilität

„Jede Investition in touristische Mobilitätsprojekte ist zugleich auch eine Investition in die Zukunft des Landes Kärnten. Das länderübergreifende Erfolgsprojekt MICOTRA ist bestes Beispiel dafür, wie ideal sich Tourismus und Mobilität verbinden lassen und ergänzen. Gemeinsam mit den Österreichischen Bundesbahnen setzen wir mit der Ausweitung dieses Angebotes einen weiteren Schritt, um den länderübergreifenden Nahverkehr nach Italien noch attraktiver zu gestalten“, stellt heute, Freitag, Mobilitäts- und Tourismusreferent Ulrich Zafoschnig bei einer gemeinsam mit dem ÖBB-Regionalmanager in Kärnten, Reinhard Wallner, abgehaltenen Pressekonferenz die weiteren Pläne des grenzüberschreitenden Bahnprojekts vor.

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Reisen ohne PKW wird immer wichtiger

Wie wichtig diese erfolgreiche Bahnverbindung für das Land Kärnten sei, lasse sich an der jährlichen Mitfinanzierung durch 300.000 Euro erkennen. „Diese Mittel fließen direkt in die Weiterentwicklung von Mobilitätskonzepten und -angeboten, stärken die mobile Infrastruktur und gleichzeitig den Tourismus nachhaltig“, erläutert Zafoschnig, der auch klar zur Weiterführung des Projekts steht. „Reisen ohne Pkw gewinnt zunehmend an Bedeutung, dafür braucht Kärnten innovative Lösungen, um auf die neuen Trends und das stetig verändernde mobile Verhalten künftig professionell reagieren zu können. Nur so bleiben wir auch künftig wettbewerbsfähig.“

Für Bürgemeister Günther Albel ist dieses Zusatzangebot der ÖBB „ein wichtiger Schritt für die Stadt“, verfolge man doch das Ziel, fahrradfreundlichste Stadt in Kärnten zu werden. Albel weist darauf hin, dass Villach heuer rund 700.000 Euro in die Verbesserung der Rad-Infrastruktur investiert. „Wir wissen aus eigener Erfahrung und aus Studien: Die Mobilität ändert sich, die Menschen steigen immer öfter auf das Fahrrad. Das hat die öffentliche Hand zu unterstützen. Und genau das tun wir.“

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