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Komplette Entleerung im Juli

Beim Zlaner Stausee wird der Stöpsel gezogen

Stockenboi – Anfang Juli beginnt die Kelag mit umfangreichen Arbeiten beim Zlaner Stausee in der Gemeinde Stockenboi. „Wir müssen den Stausee entleeren, um die Sperrenmauer und alle unter Wasser liegenden Anlagenteile zu inspizieren und, wenn notwendig, zu sanieren“, sagt Kelag-Vorstand Manfred Freitag.

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„Das schreibt uns der Unterausschuss für Talsperren der österreichischen Staubeckenkommission beim Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus vor“, so Freitag weiter. Im Juni wird mit den Vorbereitungen für diese Arbeiten begonnen.

Entlandung des Zlaner Stausees

Damit die Arbeiten an der Sperre durchgeführt werden können, muss der Zlaner Stausee vollkommen entleert werden. In der ersten Arbeitsphase wird im Bereich unmittelbar hinter der Sperrenmauer ein Saugbagger eingesetzt, um zirka 25.000 m3 Feinsediment dosiert über die Mauer in den Weißenbach zu pumpen. „Unterhalb der Staumauer vermischen wir das Feinsediment mit sauberem Wasser aus dem Grundablass, damit es über den Weißenbach in die Drau gelangen kann“, erläutert Projektleiter Mario Körbler. „Das Feinsediment geht damit seinen natürlichen Weg, den es ohne Sperrenmauer auch nehmen würde. Der Vorgang beim Entlanden während der Saugbaggerung entspricht einem natürlichen Hochwasserereignis.“

Strenge Vorgaben

„Unsere geplanten Arbeiten haben wir mit den Betroffenen abgesprochen“, sagt Mario Körbler. „Der Fischbestand im Weißenbach wird vorsorglich abgefischt und in den Schlossteich Paternion gebracht, nach Abschluss der Arbeiten werden die Fische wieder in den Weißenbach übersiedelt. Auch wurde das Einvernehmen mit dem Wasserbauamt Villach hergestellt, das Arbeiten am Hochwasserschutz im Ortsgebiet von Feistritz/Drau durchführt.“

„Wir wissen, dass wir eine sensible Aufgabe vor uns haben und treffen Vorbereitungen, dass durch unsere Arbeiten keine Schäden an Natur und Umwelt entstehen“, betont Projektleiter Körbler. „So müssen wir im getrübten Wasser des Weißenbaches eine Reihe von Gewässerparametern ständig kontrollieren und einhalten. Droht ein Grenzwert überschritten zu werden, reagieren wir sofort und mischen entweder mehr sauberes Wasser bei oder pumpen weniger Feinsediment aus dem Zlaner Stausee ab, das können wir gut steuern. Nicht ausschließen können wir eine gewisse Geruchsbelästigung, dafür bitten wir die Anrainer höflich um Verständnis.“

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