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Politik - Villach & Klagenfurt
Unwettereinsatz in Afritz © 5min.at

Fünf Tage innerhalb eines Dienstjahres

SPÖ fordert fünf Tage Lohn für Katastrophen­helfer

Kärnten – Die letzten Tage und Wochen wurden Teile von Österreich von Unwettern schwer getroffen. Auch in Kärnten gab es hunderte Einsätze, um vermurte Straßen frei zu bekommen oder Keller auszupumpen. Die SPÖ nimmt dies nun zum Anlass über freie Tage, bei fortlaufendem Lohn, für Feuerwehrleute und Rettungskräfte zu diskutieren. Und zwar fünf Tage innerhalb eines Dienstjahres. Der Antrag wurde heute eingebracht.

 2 Minuten Lesezeit (257 Wörter) | Änderung am 13.06.2018 - 21:07

Die teils schrecklichen Bilder auf den Social-Media-Kanälen, über die Unwetter der letzten Wochen, geistern wohl in unser aller Köpfen herum. Wenn so etwas passiert, dann sind es die freiwilligen Organisationen, die im Einsatz sind und Hilfe leisten. Und diese werden getragen von freiwilligen Helfern. Alleine in Kärnten waren es in den letzten Wochen über 700 Feuerwehreinsätze. Auch in Villach leisten die freiwilligen Feuerwehren im Vorjahr über 1.500 Einsätze. „Es ist an der Zeit, dass ehrenamtliche Helfer besser abgesichert werden“, sagt Irene Hochstetter-Lackner Nationalratsabgeordnete (SPÖ).

Mehr freie Tage – Rückerstattung vom Staat

Feuerwehrleute und Rettungskräfte sollen bei Einsätzen länger bei fortlaufendem Lohn frei bekommen. „Fünf Tage innerhalb eines Dienstjahres fordern wir als SPÖ“, so Irene Hochstetter-Lackner. Die Arbeitgeber sollen die Lohnkosten für diese Tage von staatlicher Seite, aus dem Katastrophenfonds, rückerstattet bekommen. Die SPÖ bringt einen Fristsetzungsantrag ein, damit der Antrag im Juli im Nationalrat behandelt werden kann. Weiters beinhaltet der Antrag zusätzliche finanzielle Mittel aus dem Katastrophenfond für die Opfer von Naturkatastrophen. „Es ist wichtig, dass rasch und unbürokratisch geholfen werden kann“, so Nationalrätin Irene Hochstetter-Lackner (SPÖ) abschließend. Läuft alles nach Plan soll der Vorschlag im September in Kraft treten.

Kein neues Thema

Immer wieder wurde das Thema politisch diskutiert. 2017 wurden noch drei Tage gefordert. Umgesetzt wurde dies aber nicht. Durch die aktuellen Unwetterkatastrophen erhielt die Angelegenheit aber neue politische Brisanz. Die Wirtschaft meldete bedenken an, da von den Freistellungen vor allem kleinere Betriebe betroffen sind.

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