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Die zwei französischen Betrüger Manuel und Alfred Cortes und der Österreicher Peter Rothleitner werden per europäischen Haftbefehl gesucht. © KK

Betrugsmache: Orientteppiche

Fahndung nach Teppich-Betrügern

Villach-Klagenfurt – Habt ihr in den letzten Jahren Angebote für orientalische Teppiche oder Teppichreinigungen erhalten? Dann kann es sein, dass diese von drei Betrügern stammten, die mit ihrer Vorgehensweise über 150 Personen um mindestens 700.000 Euro betrogen. Die Täter sind derzeit auf der Flucht.

 3 Minuten Lesezeit (413 Wörter) | Änderung am 18.06.2018 - 12:29

Die französischen Staatsbürger Manuel Cortes und Alfred Cortes sind verdächtig, teilweise alleine oder gemeinsam mit dem österreichischen Staatsbürger Peter Rothleitner, den sie als Träger und Hilfskraft einsetzten, in der Zeit von Dezember 2015 bis zum heutigen Tag mindestens 150 Personen mit Absicht betrogen zu haben. Mit weltmännischem und getäuscht fachkundigem Auftreten als Unternehmer der Teppichreinigungsfirma A.C. (Alfred Cortes) erzählten sie ihren Opfern, dass sie im Besitz besonderer und sündhaft wertvoller Orientteppiche seien. Die Betrüger waren überwiegend im Großraum Steiermark, Kärnten, Tirol, Wien und Niederösterreich unterwegs. Hatten sie das Vertrauen der Kunden erlangt, verlangten sie einen bis zu 1000-fach überhöhten Preis für die Reinigung und Reparatur der Teppiche. Dadurch erzielten sie im angeführten Zeitraum in betrügerischer Absicht und Täuschung in Verbindung eines übersteigerten Missverhältnisses zum Wert der eigenen Leistung, einen Gewinn von mindestens 700.000 Euro.

Auftrags-Teppiche weiterverkauft

In zahlreichen Fällen behielten sich die Betrüger überdies die zur Reinigung und Reparatur anvertrauten Teppiche ein und lieferten sie nicht mehr aus. Sie stehen im dringenden Verdacht, diese gewinnbringend an Dritte vertrieben zu haben.

Um potentielle Kunden zu lukrieren schalteten Manuel und Alfred CORTES auch Werbungen in Tageszeitungen. Folglich fuhren sie zu den Kunden, beziehungsweise Betrugsopfern, um vorsätzlich und wissentlich deren Orientteppiche überhöhten Wertes zu schätzen, um dadurch einen falschen, überhöhten Kostenvoranschlag für die Reinigung zu stellen und überdies einen unrichtigen, überhöhten Reparaturauftrag zu erhalten.

Wurden die Kunden misstrauisch oder waren ihnen die Summen zu hoch, wurden sie dadurch getäuscht, dass die Beschuldigten für sie einen oder mehrere Teppiche bei Aktionen oder im Geschäft verkaufen würden.  Mehrere dieser Kunden, die sich in Aussicht eines guten Geschäfts darauf eingelassen hatten, wurden ein oder mehrere Teppiche veruntreut und bis dato nicht wieder ausgefolgt.

Über 250 Teppiche sichergestellt

Von den ermittelnden Beamten wurden bei Hausdurchsuchungen bei den Firmenadressen und bei Erhebungen bei Reinigungsfirmen mehr als 250 Stück orientalische Teppiche sichergestellt. Die Ermittler gehen von zahlreichen weiteren Geschädigten aus. Die Täter sind flüchtig, es bestehen gegen sie europäische Haftbefehle.

Hinweise für Geschädigte:

Die sichergestellten Teppiche sind unter www.bmi.gv.at/fahndung/ unter ‚Sichergestellte Gegenstände‘ ersichtlich. Geschädigte werden gebeten, mit der Polizeiinspektion Melk, TelNr.: 059133 3130, in Kontakt zu treten.

Hinweise zum Aufenthaltsort der Beschuldigten werden ebenfalls an die Polizeiinspektion Melk oder jede andere Polizeidienststelle erbeten.

Die Fahndungsfotos

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