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Caritasdirektor Josef Marketz hat heute, Montag, bei einer Pressekonferenz den Wirkungsbericht 2017 präsentiert. © Caritas

Wirkungsbericht 2017:

„Caritas & Du“ zieht Bilanz

Kärnten – Caritasdirektor Josef Marketz bedankt sich anlässlich der Präsentation des Wirkungsberichts 2017 bei allen Spenderinnen und Spendern und appelliert zugleich: „Wir brauchen die Solidarität aller, um Menschen in Not weiterhin treffsicher helfen zu können!“

 4 Minuten Lesezeit (501 Wörter) | Änderung am 18.06.2018 - 15:41

Wie die Caritas wirkt, zeigt sich eindrucksvoll im Wirkungsbericht 2017: So haben allein im Vorjahr 3.184 Menschen den Weg in eine der vier Sozialberatungsstellen im Land als letzten Ausweg gesehen. Finanzielle Überbrückungshilfen und vor allem eine intensive Beratung sollen die Menschen langfristig gesehen wieder unabhängig von fremder Hilfe machen. Allein über 183.200 Euro wurden an 850 Menschen für den Bereich Wohnen ausgeschüttet und mit über 19.700 Euro vermehrt Kindergärten- und Hortbeiträge finanziert. 4.725 Menschen kamen zusätzlich in die Einrichtungen der Familien- und Lebensberatung, um sich in 17.680 Gesprächen beraten zu lassen oder psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Darüber hinaus kontaktierten 381 Klienten die Suchtberatungsstellen und 495 Männer und Burschen die Männerberatung. 13.364 Mal klingelte das Telefon in der Telefon Seelsorge. Die half 289 Mal auch via Online- und Chatberatung.

Bedenkliche Entwicklungen

Menschen in Not-Bereichsleiter Christian Eile ist alarmiert, denn: „Die Armut im Bereich working poor sowie bei Kindern und Jugendlichen bereitet uns Sorgen“, so Eile. Besonders besorgt reagiert er auf die bedarfsorientierte Mindestsicherung, die derzeit diskutiert wird. „Erhält man ab dem dritten Kind tatsächlich nur noch rund 45 Euro, dann kann man damit die existenziellen Bedürfnisse eines Kindes nicht mehr ausreichend decken.“ Auch die Verschlechterung im Bereich der Wohnsituation bereitet ihm Sorgen. Die Zahl der Hilfesuchenden in der Wohnungslosenhilfe ist stark angestiegen.

Einsparungen könnten für Ende der Lerncafés sorgen

97 Freiwillige haben im Vorjahr in den fünf Lerncafés 169 SchülerInnen kostenlose Lernbetreuung am Nachmittag angeboten. Auch hier ist Eile alarmiert: „Uns ist eine ganzheitliche Erziehung wichtig. Dazu gehört auch eine gesunde Ernährung,“ so Eile. Wegen Kürzungen musste man die gesunde Jause für die Kinder stark einzuschränken.“ Werde der Sparstift weiter angesetzt, dann würde die Caritas die Lerncafés in dieser Form generell nicht mehr betreiben können.

Gemeinsam Zukunft gestalten

Der Tatendrang der Caritas ist ungebrochen. Konzepte, wie die Neugestaltung der Kleiderläden „carlas“ sowie der Einstieg in grenzüberschreitende Projekte befinden sich in den Startlöchern. „Wir gehen neue Wege“, meint Marketz und kann sich dabei auf 887 hauptamtliche MitarbeiterInnen und weitere 458 in den pfarrlichen Kinderbetreuungseinrichtungen verlassen. Neue Wege werden auch in der Pflege gesucht. Marketz weiß um die Herausforderungen in diesem Bereich, um zukunftsfit zu bleiben. Um notwendige Innovationen in bestehende sowie neue Projekte für eine bedarfsorientierte Versorgung alter und pflegebedürftiger Menschen sicherzustellen, sind derzeit Gespräche mit einem potenziellen Kooperationspartner, der Stiftung Liebenau, im Gange. „Wir prüfen derzeit eine mögliche Zusammenarbeit“, sagt Marketz. Gerüchte um den Verkauf der Heime oder gar der Caritas, weist er entschieden zurück.

Das wurde aus euren Spenden

Übrigens: Von knapp 2,6 Millionen Euro an Geld- und Sachspenden, die im Jahr 2017 an die Caritas gegangen sind, wurden allein mehr als 1,1 Million Euro in die Sozial- sowie Familien- und Lebensberatung investiert. „Es sind dies die Herzstücke der Caritas-Hilfe im Inland“, so Marketz. Über 990.000 Euro wurden von SpenderInnen für Ernährungs- und Bildungsprojekte in der Auslandshilfe zweckgewidmet.

Spendenkonto

Caritas Kärnten

AT40 2070 6000 0000 5587

Kennwort: JB17

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