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Hintergrund
© TiKo- J. Phan

War den Besitzern der Tierarzt zu teuer?

22 kranke Katzen vor TiKo abgestellt

TiKo Klagenfurt – Trauriger Fund, Sonntag früh, im Tierschutzkompetenzentrum (TiKo). Bei einem Seiteneingang fand eine Tierpflegerin fünf Transportboxen. Darin eingepfercht: 22 junge, schwerstkranke Katzen im Alter von ca. 6 bis 20 Wochen. Der Fall regt auf. Und abermals macht das TiKo darauf aufmerksam: Kontaktieren Sie das TiKo, wenn Sie Hilfe brauchen und keinen Ausweg mehr wissen. Wir finden gemeinsam eine Lösung!

 4 Minuten Lesezeit (594 Wörter)

Immer wieder berichtet das TiKo darüber, dass Tiere einfach ausgesetzt werden – Tendenz steigend (oder aus dem Auto geworfen werden – wir haben berichtet). So auch wieder am Sonntag, 17. Juni 2018. Eine TiKo Mitarbeiterin machte einen Fund bei einem Seiteneingang. Dort standen fünf Transportboxen, zugedeckt mit einer Decke. Als die Mitarbeiterin vorsichtig nachsah, traute sie ihren Augen kaum – die Boxen waren voll mit jungen Katzen. 22 an der Zahl! Die Boxen waren verkotet und ein stark, säuerlicher Geruch stieg der Mitarbeiterin in die Nase. Unbekannte hatten dreist in der Nacht die armen, schwerstkranken Katzen vor den Toren des TiKo abgestellt. Allesamt in einem erbärmlichen Zustand.

Verdacht auf Seuchengefahr

„Lethargisch hockten die Kleinen übereinander in den Transportboxen, maunzten nur noch leise und kläglich. Sie hatten entzündete Augen, strubbeliges, verklebtes Fell und triefende Näschen. Sie sind abgemagert, ausgetrocknet und haben teilweise hochgradigen Durchfall. Alle Katzen sind zudem anämisch. Es bestand der Verdacht auf Seuchengefahr“, so das TiKo in ihrer Aussendung. Die Katzen wurden sofort separiert und in der TiKo-Seuchenstation untergebracht. „Das ihnen dort angebotene Futter wurde umgehend wieder erbrochen.“

Gesundheitszustand besorgniserregend

Tierarzt Dr. Herwig Woschnjak von der Kleintierpraxis Annabichl übernahm noch am Sonntag die medizinische Versorgung. Der Gesundheitszustand der Katzen ist äußerst besorgniserregend und instabil. Sie wurden entfloht und werden aktuell gegen Ohrmilben, Durchfall, Augenentzündung und Erbrechen behandelt. Das TiKo Team versucht die Kleinen zu retten und liebevoll aufzupäppeln.

TiKo-Präsidentin, Frau Dr. Evelin Pekarek zeigt sich sehr betroffen über den aktuellen Notfall: „Es zeugt von einem gehörigen Maß an Brutalität und Herzlosigkeit, schwerstkranke Haustiere, einfach so zurückzulassen. Wenn auch das Tiko die noch beste Option war, da rasch Hilfe geleistet werden konnte. Eine positive Prognose kann aufgrund der Schwere der Erkrankungen leider nicht gestellt werden, doch wird alles in unserer Macht stehende getan, um den kleinen Lebewesen zu helfen. Mindestens zwei Monate müssen die Tiere noch im TiKo medizinisch betreut werden, um sie dann geimpft und kastriert in liebevolle Hände abgeben zu können.“

War den Besitzern der Tierarzt zu teuer?

Hinweise auf den Besitzer gibt es keine. „War den Besitzern der Tierarzt zu teuer, ließen sie die Tiere deshalb so leiden?“, fragt sich das TiKo. „Ein Tier einfach alleine zurückzulassen ist unfassbar grausam und darf niemals der letzte Ausweg sein“, weist das Tiko hin. Man ist immer bemüht, BesitzerInnen, die sich nicht mehr um ihr Haustier kümmern können, zu helfen. Das TiKo appelliert an die Bevölkerung sich die Anschaffung eines Haustieres gut zu überlegen. Man trägt lebenslange Verantwortung für ein Lebewesen. Kontaktieren Sie das TiKo, wenn Sie Hilfe brauchen und keinen Ausweg mehr wissen. Wir finden gemeinsam eine Lösung!

Bitte helfen Sie dem TiKo durch eine Spende!

Die Versorgung der schwerstkranken Katzen, bedeutet hohe Kosten für das TiKo durch medizinische Versorgung, Pflege- und Betreuung. Mit Ihrer Spende helfen Sie Tieren in Not für einen Start in eine bessere und gesunde Zukunft. Vielen Dank für Ihre Spende!

Kennwort: 19 Katzen brauchen Hilfe!
Spendenkonto:
IBAN: AT965200000004009991
BIC: HAABAT2KXXX

Was Sie noch tun können?

Anhand dieses traurigen Beispiels möchten wir alle Tierfreunde auffordern, den zuständigen Behörden oder das Tierschutzkompetenzzentrum Kärnten Vernachlässigung, Misshandlung oder Quälerei von Tieren zu melden. Häufig kann den Tieren geholfen werden. Bitte helfen Sie, indem Sie Tierquälerei melden an:

Tierschutzombudsfrau des Landes Kärnten
Frau Dr. Jutta Wagner
E-Mail: tierschutz@ktn.gv.at
Telefon: 050 536 37000

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