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Vier Tage war Asta in das Verlies eingesperrt. © Leser

Vier Tage eingesperrt:

Hund aus Keller­verlies ge­rettet

Völkendorf – Emanuel und Angelika sind wahre Tierretter! Als das Paar bei einem Sonntagsspaziergang das verzweifelte Bellen einer Hündin vernahm, eilten sie sofort zur Rettung. Sie fanden das arme Tier eingesperrt in ein Kellerverlies. Mehr als vier Tage musste der Golden Retriever ohne Wasser, Futter oder einem Schlafplatz auskommen.

 4 Minuten Lesezeit (483 Wörter)

Emanuel und Angelika sind wahre Tierretter! Als sie vor wenigen Wochen bei ihrem Sonntagsspaziergang auf einen eingesperrten und dehydrierten Hund in einem Kellerverlies stießen, befreiten sie die dehydrierte Golden Retriever Hündin aus dem dunklen Loch und kümmerten sich um das verwahrloste Tier.

„Wir haben sie bellen gehört“

Die beiden Lebensretter waren mit ihren eigenen zwei Hunden bei einem Wohnblock in Völkendorf unterwegs, als sie das Bellen der eingesperrten Hundedame hörten. Das Paar machte sich auf die Suche nach dem Tier. „Letztendlich haben wir sie in einem Kellerverlies gefunden“, erzählt Tierliebhaberin Angelika, die als Ärztin auf der Med. Notfallambulanz im LKH Villach arbeitet. Die verzweifelte Hündin machte einen gequälten Eindruck. Die Polizei wurde verständigt und mit Hilfe der Nachbarn konnte man Asta, so heißt die Hündin, befreien.

Hier war der Golden Retriever eingesperrt. Sie hatte weder Futter noch Wasser. - © Leser

Asta hatte weder Futter, noch Wasser!

Angelika, berichtete uns, dass im Verlies weder Wasser noch Futter bereit gestellt war. „Die Hündin war so durstig, sie hat innerhalb kürzester Zeit mehrere Liter Wasser getrunken“, erzählte uns die Retterin. „Mindestens vier Tage muss der Hund in dem Verlies gewesen sein, es war natürlich alles voller Kot und Urin. Der Geruch war kaum auszuhalten“, berichtete uns die junge Ärztin. Die erleichterte Asta wurde nach ihrer Befreiung umgehend zum Tierarzt gebracht und wieder aufgepäppelt.

Happy End für Asta

Über Facebook konnte der Eigentümer des Hundes schnell ausfindig gemacht werden. „Der Eigentümer musste aus beruflichen Gründen weg und hat den Hund in die Obhut eines Bekannten gegeben“, erzählte Angelika. Dieser war offenbar völlig überfordert mit dem Hund und wusste sich nicht anders zu helfen, als das Tier wegzusperren. Da der Eigentümer auch nicht gut mit Asta zurechtkam, wurde sie nun an die Schwiegermutter des Besitzers übergeben. Dort soll es ihr laut Angelika sehr gut gehen. „Wir haben mit der neuen Hundemama Kontakt aufgenommen. Sie berichtete uns, dass es der 5 bis 8 Jahre alten Hundedame nun hervorragend gehe“, freut sich Angelika. Die ganze Familie kümmert sich liebevoll um das neue Familienmitglied.

„Ich wusste nicht das er Asta eingesperrt hat“

Eben meldete sich Astas Besitzer bei uns. Schockiert von dem Schicksal seiner geliebten Hündin erzählte er uns: „Ich wusste nicht, dass er Asta eingesperrt hat. So etwas könnte ich ihr niemals antun.“ Außerdem fügt er hinzu: „Den Tierquäler, der Asta das angetan hat, habe ich angezeigt. Asta ging es immer gut bei mir.“ Das zeigt auch das Bild, dass er uns von seiner Hündin geschickt hat. Dort liegt Asta zufrieden neben ihrer Wasserschüssel und genießt den sonnigen Tag.

Asta genießt den schönen Tag. - © KK

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