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Leute - Klagenfurt
Das Angebot für Spielsüchtige wird immer größer! © pixabay / deluxtrade

Straßenaktion der Diakonie de La Tour

Immer mehr Spielsüchtige

Klagenfurt – Die Zahl ist schockierend: In Österreich gelten mehr als 64.000 Personen als spielsüchtig und die Situation verschärft sich zunehmend. Mit einer Straßenkampagne in Klagenfurt am Alten Platz am kommenden Samstag, 23. Juni 2018, sensibilisiert die Diakonie de La Tour zum Thema Spielsucht – einem Thema, das gerade in Zeiten der Fußball-WM noch mehr an Brisanz gewinnt.

 2 Minuten Lesezeit (270 Wörter) | Änderung am 21.06.2018 - 08:32

Die steigende Anzahl an Glücksspiel- und Wettangeboten im Internet und die ebenso zunehmende Anzahl an illegalen Casinos macht das Angebot für Spielsüchtige immer größer. Für Betroffene und ihre Angehörigen ist die Spielsucht oft existenzbedrohend.
Durch eine Straßenaktion „Das Glück is a Vogerl“ möchte die Diakonie auf die Problematik spielsüchtiger Menschen hinweisen. Von 10.00 bis 17.00 Uhr, am kommenden Samstag, informieren und beraten Experten der Diakonie de La Tour aus der Spielsuchtambulanz Villach und der Spielsuchtberatung Spittal zu diesem brisanten Thema. Traditionelle Spiele wie „Mensch ärgere dich nicht“, „Tempelhüpfen“, oder „Mikado“ können beim Info-Stand gespielt werden.

WHO erklärte Online-Sucht zur Krankheit

„Erst vor einigen Tagen wurde die Online-Sucht von der Weltgesundheitsorganisation WHO offiziell zur Krankheit erklärt,“ sagt Pfarrer Hubert Stotter, Rektor der Diakonie de La Tour. „In unseren auf Spielsucht spezialisierten Einrichtungen erleben wir seit Jahren, welch verheerende Auswirkungen diese Abhängigkeit auf das Leben der Betroffenen haben kann. Diese Straßenaktion soll sensibilisieren, aber auch Wege aus der Krankheit aufzeigen.“

Großes Angebot für Spielsüchtige

Die Diakonie de La Tour betreibt seit einigen Jahren die Spielsuchtambulanz de La Tour in Villach sowie die Spielsuchtberatung de La Tour in Spittal/Drau. Das kostenlose und vertrauensvolle therapeutische Angebot zielt darauf ab, Betroffene und deren Angehörige unterstützend zu beraten. Zum Angebot zählen unter anderem Einzel- und Gruppentherapien, die Vermittlung in stationäre Einrichtungen (wie z.B. das Krankenhaus de La Tour in Treffen), Krisenintervention, Strategien zur Rückfallvorbeugung, Familiengespräche und Sozialberatung. Seit 1987 wird Spielsucht auch stationär im Krankenhaus de La Tour in Treffen behandelt.

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