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Wirtschaft - Villach & Klagenfurt
Aktuell unterstützt die Caritas Kärnten Projekte in Marsabit, in Nairobi und in Nord-Uganda.
Aktuell unterstützt die Caritas Kärnten Projekte in Marsabit, in Nairobi und in Nord-Uganda. © Caritas Kärnten

Caritas Kärnten:

Kleine Spende für den großen Hunger

Villach-Klagenfurt – Die Caritas Kärnten will gemeinsam mit der Caritas Österreich 150.000 Kinder vor dem Hunger und seinen Folgen bewahren. Um treffsicher helfen zu können, bittet Direktor Josef Marketz die Bevölkerung um Spenden. Mit dem sogenannten Hungerteller werden BotschafterInnen gegen den Hunger gesucht.

 3 Minuten Lesezeit (463 Wörter)

Die Caritas lenkt alljährlich im Sommer den Blick auf den Hunger in der Welt und sammelt für ihre Hilfsprojekte in den ärmsten Ländern, denn 815 Millionen Menschen leiden weltweit an chronischem Hunger und Mangelernährung und immer noch stirbt alle zehn Sekunden ein Kind daran.

Das hat die Caritas 2017 bewirkt

Eine monatelange extreme Dürre hat in weiten Teilen Ostafrikas und der Sahelzone zur schlimmsten humanitären Katastrophe der jüngeren Geschichte geführt. Mehr als 20 Millionen Menschen litten vergangenen Sommer darunter – doppelt so viele Männer, Frauen und Kinder wie in Österreich leben. Sie hatten nichts zu essen, große Angst und wussten nicht, ob sie überleben würden. Dank der vielen SpenderInnen, auch aus Kärnten, ist es der Caritas Österreich gelungen, 100.000 Menschenleben zu retten.

Und die Hilfe geht weiter. Das diesjährige Ziel ist ambitioniert, aber schaffbar: „Wir möchten heuer 150.000 Kinder vor dem Hunger bewahren“, sagt Caritasdirektor Josef Marketz und bittet die Kärntnerinnen und Kärntner erneut um ihre Solidarität, denn: „Die Menschen brauchen dringend neues Saatgut und Jungtiere, um wieder eigenständig zu Nahrung zu kommen.“ Auch Techniken zur Wasseraufbereitung und Schulungen für die Menschen vor Ort sind notwendig, um das Krisengebiet langfristig zu beruhigen.

Ziegen für Familien

Aktuell unterstützt die Caritas Kärnten in Marsabit (Nord-Kenia) 120 Familien mit 600 Schafen und Ziegen, in Nairobi rund 1.200 SchülerInnen mit warmen Mahlzeiten und in Nord-Uganda südsudanesische Flüchtlinge und die einheimische Bevölkerung mit Hilfspaketen. Außerdem werden in Kotido 574 Frauen mit Garten- und Ausbildungsprojekten gefördert. Auslandshilfe- Bereichsleiterin Alexandra Blattnig: „Frauen sind die wichtigsten Akteurinnen im Kampf gegen den Hunger in Afrika. Sie sind für die Ernährung und Gesundheit der Familie zuständig. Sie arbeiten am Feld, halten Tiere, verarbeiten Lebensmittel und bereiten die Mahlzeiten zu. Sie sammeln Holz, holen Wasser und vermarkten ihre Produkte. Es hängt ganz stark von den Frauen ab, wie es der Familie geht.“

BotschafterInnen gegen den Hunger (gesucht)

Mit einer neuen Aktion will die Caritas auf das Thema aufmerksam machen: „Werden Sie Botschafter gegen den Hunger, in dem Sie unseren sogenannten Hungerteller für Ihre Veranstaltung oder Ihr Catering bestellen und damit auf den Hunger in der Welt aufmerksam machen. Retten wir gemeinsam Menschenleben! Schon mit einer kleinen Spende werden Sie Teil unserer Bewegung“, appelliert auch Blattnig an die Hilfsbereitschaft der KärntnerInnen.

Außerdem startet als sichtbares Zeichen im Kampf gegen den Hunger Caritas-Pflegedienstleiter Michael Possegger beim IRONMAN Austria-Kärnten und will im frisch bedruckten Caritas-Outfit motivieren: „Kein Kind soll hungrig schlafen gehen. Helfen wir alle zusammen!“

Spenden werden erbeten an:

Caritas Kärnten
BAWAG PSK, AT98 6000 0000 0130 8275
Kennwort: Hungerhilfe

Schon mit der kleinsten Spende kann der Hunger der Kinder bekämpft werden.

Schon mit der kleinsten Spende kann der Hunger der Kinder bekämpft werden. - © Caritas Kärnten

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