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Politik - Klagenfurt
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Nächster Termin: 03. Juli

Neues Hallenbad: Der aktuelle Stand

Klagenfurt – Klagenfurt bekommt ein neues Hallenbad. Die Bevölkerung soll aber nicht einfach vor vollendete Tatsachen gestellt werden, sondern im Rahmen eines Bürgerbeteiligungsprozesses mitbestimmen - zumindest eine ausgewählte Gruppe davon. Über die neuesten Entwicklungen berichtete heute Bürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz auf einer Pressekonferenz.

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Neben der Bürgermeisterin standen am Mittwochmorgen auch Peter Plaikner und Kathrin Stainer-Hämmerle als Gesprächspartner zur Verfügung. Die beiden Experten führen den Bürgerbeiteiligungsprozess durch und präsentieren die Ergebnisse. Wir erinnern uns: Ein zufällig ausgewähter Bürgerrat mit 23 Mitgliedern machte sich in einer zweitägigen Klausur Gedanken über die Zukunft des neuen Hallenbades – u.a. sollte über die Standortfrage diskutiert werden.

Entscheidung soll noch dieses Jahr fallen

Jahrelang wurde über das neue Hallenbad diskutiert, doch dem will man nun ein baldiges Ende setzen. Es bestehe der feste Wille, noch dieses Jahr eine Entscheidung zu fällen, so die Bürgermeisterin. Der erarbeitete Fahrplan soll eingehalten werden. Dieser sieht als nächsten Meilenstein die Präsentation des vom Bürgerrat erstellten Gutachtens im Rahmen eines Bürgercafés vor. Termin: 03. Juli ab 19.00 Uhr im Lakesidepark.

Gestern traf sich einmal mehr die sogenannte Resonanzgruppe – bestehend u.a. aus Vertretern des Stadtsenats, der Stadtwerke und von Sportvereinen. Die Resonanzgruppe liefert den Handlungsrahmen für den Bürgerrat. „Daraus erstellt der Bürgerrat eine Art Gutachten und präsentiert dieses auch der Öffentlichkeit“, so Stainer-Hämmerle bei einem Termin im Mai. Anschließend liegt der Ball wieder im Feld der Politik, wo abschließend geurteilt und entschieden wird. Die Ergebnisse des Bürgerrats sollen dabei natürlich einfließen, heißt es auf der heutigen Pressekonferenz.

Über Entscheidungen des Bürgerrats wollte man noch nicht zu viel verraten. Das soll am 03. Juli im Rahmen eines Bürgercafés geschehen. - © 5min.at

Stillschweigen über Arbeit des Bürgerrats

Entgegen anders lautender Medienberichte soll es noch keine Eingrenzung der Standorte geben. Weiterhin sollen vier Areale im Mittelpunkt stehen: Am See in der Ostbucht, bei Minimundus, beim Sportpark und am Messegelände. Diese wurden von Experten bereits geprüft und sind geeignet. Der Bürgerrat präferiert aber wohl zwei Grundstücke. Ganz allgemein wollte man aber heute keine Informationen aus dem Bürgerrat preisgeben. Die Bürgermeisterin wünscht sich, dass den Mitgliedern des Bürgerrats Zeit für die Entscheidungsfindung gegeben wird. Der zweitägige Workshop soll nur ein Anfang gewesen sein, über den Sommer hinweg soll weiter gearbeitet werden, im Herbst – bei einem „Bürgertreff“ – schließlich könnte das endgültige Ergebnis präsentiert werden. Über eine engere Auswahl der Standorte soll am 03. Juli beim Bürgercafé entschieden werden. Dort ist jeder eingeladen. An verschiedenen Stationen kann dann diskutiert werden.

Bürgermeisterin: Werden Schiff in sicheren Hafen steuern

Kritik gab es von Seiten der Experten auch. „Es ist mir klar, dass einige Parteien sich mit ihrer einzigen Alleinstellung profilieren werden – und zwar dagegen zu sein“, sagt Kathrin Stainer-Hämmerle. Peter Plaikner ergänzt: „Niemand wird gewinnen, wenn er dagegen ist.“ Das zielt wohl auf eine fast zeitgleich stattfindende Pressekonferenz der FPÖ ab. Dort forderte Stadtrat Germ (FPÖ) eine noch schnellere Information der Bürger sowie eine 3D-Präsentation. Auch Gutachten zur Grundwassersituation in der Ostbucht wünsche man sich. Die FPÖ sei, laut Scheider, aber offen für beide Standorte (die der Bürgerrat favorisiert). Für ihn sei aber der Standort am See der Favorit. 

Dr. Maria-Luise Mathiaschitz: „Ich werde dieses Schiff ganz sicher in einen sicheren Hafen steuern. Nach dem Bürgercafé wird es eine objektive Information für die Bürger geben, damit 2019 mit dem Architekten-Wettbewerb gestartet werden kann“, erklärt die Bürgermeisterin. Deutlich vermittelt wurde, sowohl von den Experten als auch der Bürgermeisterin, dass man sich eine Versachlichung der Diskussion wünsche. Horrormeldungen würden niemandem helfen – noch wäre nichts entschieden.

Die Stadt will ein Hallenbad, welches für alle Einwohner leistbar ist. Im Herbst soll es eine große Veranstaltung geben, bei der sich dann jeder beteiligen kann. Der Altersdurchschnitt im Bürgerrat ist relativ hoch – der jüngste Teilnehmer ist Jahrgang ’79. Jüngere Teilnehmer zeigten wohl kein Interesse. Über die Bauzeit konnten noch keine Angaben gemacht werden. Im Herbst soll es dazu aber Informationen geben.

Übrigens: Sollte überhaupt keine Einigung erzielt werden, wäre eine Bürgerbefragung denkbar. Das wäre aber die Ultima Ratio.

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