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Wirtschaft - Villach
So sollen die neuen Wohnhäuser aussehen. © KK/Baukreis Antonitsch

Nachhaltig, aber eine Verschandelung?

Millionen­projekt in Start­löchern

Villach – Schon vor 27 Jahren bemühten sich Grundstücksbesitzer um die Umwidmung eines Waldstücks in Mittewald bei Drobollach. Nun wird das Projekt endlich realisiert. Eine neue Wohnanlage im Wert von 18 Millionen soll entstehen. Das berichtet die Kleine Zeitung am Donnerstagmorgen und wurde uns auch auf Anfrage bestätigt.

 2 Minuten Lesezeit (261 Wörter) | Änderung am 28.06.2018 - 10:36

Wie die Kleine Zeitung berichtet, wurde bereits im Jahr 1991 von Grundstücksbesitzern beantragt, zwei Hektar großen Waldstücks in Mittewald zu Bauland umzuwidmen. Die Umwidmung wurde damals vom Magistrat Villach abgelehnt. 27 Jahre mussten vergehen, aber jetzt kann das Projekt mit höchster Wahrscheinlichkeit doch umgesetzt werden. In der Dr. Lorenz-Böhler-Straße soll eine Anlage aus fünf Mehrparteienhäusern mit 39 Eigentumswohnungen und elf Reihenhäusern entstehen.

Neue Gebäude werden zertifiziert

Das geplante Wohnprojekt steht, so erfahren wir auf Nachfrage, im Zeichen der Nachhaltigkeit und soll eine Vorreiterrolle einnehmen. Als erstes Wohnbauprojekt in Kärnten sollen die neuen Wohnhäuser mit dem Zertifikat der Ögni versehen werden. Ögni steht für „Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft“ und zertifiziert nachhaltige Gebäude und Stadtquartiere nach den europäischen Qualitätszertifikaten DGNB und „Blue Card“. Der rechtsgültige Bebauungsplan für das Projekt liegt bereits vor, gewartet wird nun noch auf den rechtskräftigen Baubescheid. Dies bestätigte uns auf Anfrage auch Stefan Antonitsch der „Baukreis Antonitsch GesmbH“, zuständig für Planung und Baumanagement der Anlage: „Die Bauverhandlung hat es schon gegeben, wir warten jetzt nur mehr darauf, dass der Baubescheid ausgestellt wird.“

Befürchtet wird Verschandelung

Um dieses Projekt zu realisieren, investiert der Villacher Baumeister Klaus Napokoj um die 18 Millionen Euro. Anrainer fragen sich, warum nun doch gebaut werden soll. Befürchtet wird seitens der Anrainer vor allem eine Verschandelung des Ortsbildes. Spätestens Anfang 2019 sollen die Bauarbeiten starten. Die Fertigstellung für das umstrittene Bauprojekt ist für das Jahr 2021 angekündigt.

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