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Leute - Klagenfurt
Die Verleihung fand in Wien statt. © BMI/Alexander Tuma

Mit Medaille ausgezeichnet

Klagenfurter Polizei rettete Leben

Klagenfurt – Ende Mai 2018 wurden die Heldinnen und Helden der Polizei vom Innenminister Herbert Kickl mit der "Goldenen Medaille am roten Bande" in Wien ausgezeichnet. Eine Lebensrettungsmedaille bekommen nur jene Polizisten, die Leben gerettet haben. Zu den Helden gehören dieses Jahr auch Polizisten aus Klagenfurt.

 2 Minuten Lesezeit (343 Wörter) | Änderung am 28.06.2018 - 10:47

Innenminister Herbert Kickl sagte beim Festakt anlässlich der Verleihung der Lebensrettungsmedaille: „Es freut mich, dass ich diese Ehrung vornehmen darf. Die erfolgreichen Einsätze, bei denen das Leben anderer Menschen gerettet wurde, charakterisieren genau das, was unsere Polizei wirklich auszeichnet: Vorbildlichen Einsatz für andere Menschen und entschlossenes, mutiges Handeln, auch verbunden mit größtem persönlichen Einsatz und außergewöhnlichen Leistungen.“

Klagenfurter sind Helden

Die Medaille, die nur Lebensrettern überreicht wird,  ist kreisrund, vergoldet und hat einen Durchmesser von 40 Millimetern. Vorne ist der Bundesadler mit dem Landeswappen eingraviert, hinten die Inschrift „Für Verdienste um die Republik Österreich“. Zu den Helden, die nun im stolzen Besitz der Medaille sind, können sich auch Klagenfurter zählen. Der Vorfall ereignete sich letzten Jahres, am 29. September 2017: Ein Mann sperrte sich in ein Auto, übergoss Körper und Sitzbezüge mit Benzin und drohte damit, sich anzuzünden.

Polizei wurde gerufen

Major Markus Tilli, Abteilungsinspektor Alexander Stecher, die Gruppeninspektoren Walter Riegler und Roland Velik sowie der Polizeischüler Andreas Stossier wurden zu Hilfe gerufen. An Ort und Stelle nahmen die Polizisten den Geruch von Benzin wahr, gleichzeitg sahen sie den starren Blick des Mannes im Auto und das Feuerzeug, das von seiner Hand umklammert wurde. Stecher versuchte auf der Fahrerseite mit dem Mann ins Gespräch zu kommen. Der Mann reagierte nicht darauf. Über das Beifahrerfenster probierte es dann der Polizeischüler Stossier. Der Mann antwortete und öffnete zentimeterweit das Fenster. Sofort packte der Polizist die Arme des Mannes, während Stecher und Velik das Fenster zur Gänze öffneten. Gemeinsam schafften es die Polizisten den Mann aus dem Auto zu zerren. Den Polizisten gelang es, dem Mann das Feuerzeug zu entreißen, um die Explosionsgefahr zu bannen.

Beide Hände verätzt

Stecher verätzte sich bei dem Vorfall beide Hände und musste ambulant behandelt werden. Durch das schnelle Reagieren der Polizisten konnte das Leben des Mannes gerettet und eine Katastrophe verhindert werden. Er wurde in die Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie des Klinikums Klagenfurt eingeliefert und stationär aufgenommen.

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