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UPDATE | Politik - Klagenfurt
Mit der Petition "NEIN zum Wald im Stadion" können unzufriedene Bürgerinnen und Bürger selbst gegen das geplante Kunstprojekt vorgehen. © 5min.at

FPÖ: "Wald im Stadion ist Geldverschwendung"

FPÖ startet Petition gegen Stadion­wald

Klagenfurt – Bäume im Stadion: "Wir waren von Anfang an gegen das Kunstprojekt", erklärt FPÖ Stadtrat Germ und übt gemeinsam mit FPÖ Landesparteiobmann Darmann massiv Kritik an dem geplanten Kunstprojekt im Wörthersee Stadion.

 5 Minuten Lesezeit (716 Wörter) | Änderung am 02.07.2018 - 14:17

Das Kunstprojekt des Schweizer Künstlers Klaus Littmann sorgt in der regionalen Politik für Unmut. Zwei Monate lang sollen, wenn die Idee des Künstlers umgesetzt wird, 200 im Wörthersee Stadion gepflanzte Bäume, zu bewundern sein. Die Stadt Villach sieht darin eine Möglichkeit, internationales Aufsehen zu erregen und der Schweizer Künstler möchte „die ungebrochene Anziehungskraft der Natur“ im Stadion aufzeigen.

Kritik der FPÖ

Die FPÖ hingegen sieht in der geplanten Kunsteinrichtung lediglich eine Verschwendung von Steuergeldern. In einer Pressekonferenz am Montag, dem 2. Juli 2018 vormittags, präsentierten FPÖ-Landesparteiobmann und Landtagsabgeordneter Gernot Darmann und FPÖ-Stadtparteiobmann und Stadtrat Wolfgang Germ eine Petition, gegen die Pflanzung der Bäume im Wörthersee Stadion. Die Ablehnung der FPÖ gegen das Kunst-Vorhaben ist groß. So sei das Projekt, laut Darmann nur eine Verschwendung von Steuergeldern, und das auf Kosten der Klagenfurterinnen und Klagenfurter. Auch unklar sei die praktische Abwicklung. Für 200 Bäume würde man auch entsprechend viele LKW benötigen. Auch ist nicht bekannt, ob eine Bewachung der Bäume nötig sein wird. Ebenso könnte sich durch die Belastung der Boden im Stadion senken. Viele Fragezeichen für die Klagenfurter FPÖ rund um das Projekt.

FPÖ Stadtrat Germ und FPÖ Landesparteiobmann Darmann bei der Pressekonferenz am Montag Vormittag. - © 5min.at

Wer bezahlt das Projekt?

Die Frage der Finanzierung des Projekts scheint noch nicht geklärt. So spricht man bei der SPÖ davon, dass die Kosten für das Projekt der Künstler selbst tragen werde. Die FPÖ hingegen spricht von einer Subvention seitens der Stadt Klagenfurt von rund 400.000 Euro, die im Endeffekt auf den einzelnen Steuerzahler zurückfalle. Auch rund 250.000 Euro an Einnahmen für das Stadion würden in diesem zweimonatigen Zeitraum, in dem das Kunstprojekt dort installiert werden soll, entfallen und um das Stadion wieder Bundesligatauglich zu machen, würden weitere Kosten anfallen. Ob die Rechnung bezüglich der Einnahmen stimmt, ist allerdings zweifelhaft. Es ist nur eine gewisse Anzahl an Events im Stadion erlaubt. Die Zahlen habe man von einem bekannten Veranstalter.

Reaktion der Stadt Klagenfurt

In einer Presseaussendung reagiert das Magistrat Klagenfurt auf die heutige FPÖ-Pressekonferenz. Darin heißt es: „Das Kunstprojekt des Schweizers Klaus Littmann, das im September 2019 im Klagenfurter Stadion umgesetzt wird, erhält von der Stadt Klagenfurt keine Subventionen oder Förderungen.“ Der Projektwerber habe nach Ablauf des Projektes das Stadion in jenen Zustand zurück zu geben, in dem er es übernommen hat. Auch müsse er für die Rasensanierung aufkommen. Der Stadt würden so keine Folgekosten entstehen, wird die Bürgermeisterin zitiert.

Petition „NEIN zum Wald im Stadion“

Darmann und Germ sehen in den Kosten für das Kunstprojekt eine massive Verschwendung und würden sich stattdessen wünschen, dass das Geld den Klagenfurterinnen und Klagenfurtern zugute kommt. Im morgigen Gemeinderat werde man deswegen einen Antrag auf Ausbau der Kinderbetreuung und einen Antrag zu einer Bevölkerungsbefragung zum Kunstprojekt stellen. Bei der FPÖ ist man sich einig, dass eine solche Befragung ergeben werde, dass das Kunstprojekt bei der Bevölkerung nicht erwünscht ist. Um den Bürgerinnen und Bürgern eine Möglichkeit zu geben, selbst etwas gegen den „Wald im Stadion“ zu unternehmen, wird ab Donnerstag, dem 5. Juli 2018, die Petition „NEIN zum Wald im Stadion“ für Unterschriften bereitliegen. Sollte das Projekt schlussendlich doch umgesetzt werden und würden die Zahlen stimmen, würde man auch nicht von einer Klage absehen.

Team Kärnten fordert Bankgarantie

„Wir werden in der kommenden Sitzung des Gemeinderates wie auch in der nächsten Landtagssitzung eine Vielzahl an Anträgen und Anfragen zu diesem Thema einbringen. Insbesondere gilt es über Anfragen zu klären, ob das Projekt mit Steuergeldern gefördert werden soll.“ Köfer und Jandl wollen verhindern, dass auch nur ein einziger Cent an Steuergeld für das Projekt fließt und gehen noch einen Schritt weiter: „Wir verlangen, dass vom Künstler und seiner Gruppe eine Bankgarantie vorgelegt wird, die zur Abdeckung aller Schäden, die durch das Projekt entstehen könnten, dienen soll. Es muss ausgeschlossen sein, dass Stadt und Land für dieses komplett überflüssige Projekt in den Fördertopf greifen oder auf Kosten sitzen bleiben.“

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