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Die Reaktionszeit abgelenkter Autofahrer verlängert sich um etliche Sekunden. © Fotolia

Asfinag-Umfrage ergibt:

Jeder dritte Kärntner telefoniert hinter dem Steuer

Kärnten – Ablenkung zählt neben Übermüdung und zu hoher Geschwindigkeit zu den häufigsten Unfallursachen auf Österreichs Straßen. Trotzdem setzen sich viele bewusst der Gefahr aus, indem sie während der Fahrt telefonieren oder Nachrichten schreiben. Einer aktuellen Umfrage der Asfinag zufolge, telefoniert rund ein Drittel aller Kärntnerinnen und Kärntner im Auto.

 3 Minuten Lesezeit (375 Wörter) | Änderung am 07.07.2018 - 14:18

35 Prozent aller Kärntnerinnen und Kärntner gaben in der von der Asfinag in Auftrag gegebenen Umfrage zu, während der Autofahrt ohne Freisprecheinrichtung zu telefonieren. Damit liegen sie im Österreich-Durchschnitt. Auch das Erstellen von Fotos und Videos hinter dem Steuer stellt ein Problem für die Verkehrssicherheit dar, denn knapp ein Viertel aller Befragten gaben zu, selbst schonmal das ein oder andere Bild von „besonderen Wetterverhältnissen“, „Naturereignissen“ oder „Unfällen“ geschossen zu haben. Doch nicht nur das Telefon kann für Ablenkungen im Straßenverkehr sorgen. So sagen exakt 60 Prozent aller Befragten, dass sie während der Fahrt das Navigationsgerät bedienen. Wenn es in der Früh einmal etwas später wird, wird sogar die Schönheitspflege bei 10 Prozent der Kärntnerinnen und Kärntner ins Auto verlegt. Ob Schminken oder Rasieren, die Unfallgefahr während Aktionen dieser Art ist groß.

Häufigste Unfallursache

Ablenkungen wie Telefonieren, SMS schreiben oder Fotos schießen zählen zu den häufigsten Unfallursachen auf Kärntens Straßen. Gleich darauf folgen Übermüdung und zu hohe Geschwindigkeit. Laut Verkehrspsychologin Dr. Bettina Schützhofer liegt der Grund dafür, dass Fahrzeuglenker trotz der Gefahren bewusst zum Handy greifen, an einer oft falschen Selbsteinschätzung. Dass Ablenkungen eine große Gefahr im Straßenverkehr darstellen, konnten die Befragten bestätigen. Über ein Drittel der Lenker musste im vergangenen Monat mindestens einmal stark abbremsen, weil sie abgelenkt waren. Auch der Mindestabstand zum vorderen PKW wird von abgelenkten Autofahrern oft nicht eingehalten. So gaben 28 Prozent der Befragten zu, jemandem zu dicht aufgefahren zu sein, weil sie abgelenkt waren.

Reaktionsgeschwindigkeit verlangsamt

Die Gefahr, die von abgelenkten Fahrzeuglenkerinnen und -Lenkern ausgeht, ist klar: Während eine aufmerksame Person in rund einer Sekunde oder weniger auf eine Gefahr reagieren kann, dauert dies bei abgelenkten Personen weitaus länger. Diese wenigen Sekunden können in den schlimmsten Fällen über Leben und Tod entscheiden. Außer der Reaktionszeit werde aber auch, laut Asfinag, das generelle Fahrverhalten von der Handybenutzung beeinträchtigt. Abgelenkte Lenker verstoßen oft gegen Geschwindigkeitsbegrenzungen, halten schlecht Spur und vergessen, Blinker zu benutzen.

5 Minuten rät also allen Fahrzeuglenkerinnen und -Lenkern, das Handy während der Fahrt verstaut zu lassen und die morgendliche Rasur doch im eigenen Bad zu erledigen.

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