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2.000 Katzen im Vorjahr kastriert

Aktion „Katzenkastration“ wird fortgeführt

Kärnten – 2.000 herrenlose Katzen wurden von den Kärntner Tierärzten im Vorjahr kastriert, 394 davon über die Aktion des Landes. 60.000 Euro stellen Land, Gemeindebund und die Tierärztekammer für die Wiederaufnahme der Aktion zur Verfügung, die mit Juli wieder gestartet ist.

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„Unkastrierte Katzen können sich zwei- bis dreimal pro Jahr fortpflanzen – aus einem Katzenpaar könnten mit ihren Jungen theoretisch nach fünf Jahren enorme 12.680 Nachkommen entstehen“, erläutert Tierschutzreferentin LHStv.in Beate Prettner. „Eine hohe Katzenpopulation fördert Krankheiten und Revierkämpfe unter den Katzen. Außerdem können sich durch eine höhere Population Krankheiten, die für Menschen und Nutztiere gefährlich sind, leichter verbreiten“, so Prettner.

Kastrationspflicht für alle Katzen

Da die rasante Vermehrung von Katzen zu Problemen führen kann (Krankheitsübertragung auf Mensch und Tier, Belästigungen durch Harn, Kot und Verhalten, Tierschutzproblematik) gilt in Österreich eine Katzenkastrationspflicht für alle Katzen. Ausgenommen sind nur bei der Bezirkshauptmannschaft gemeldete Katzenzuchten. Diese Zuchtkatzen müssen mit einem Mikrochip versehen und, wie alle Hunde, in der österreichischen Heimtierdatenbank registriert werden. Zuwiderhandlung gegen die Verpflichtung zur Katzenkastration können mit bis zu 3.750 Euro geahndet werden.

Gutscheine für „Streuner“

„Im Rahmen der Aktion „Katzenkastration“ gibt das Land Gutscheine aus. Diese gelten ausnahmslos für herrenlose, verwilderte Hauskatzen. Mit dem Gutschein kann man einen „Streuner“ zur Kastration zu einem Tierarzt bringen“ so Tierschutzreferentin Prettner. Organisiert wird die Aktion über die Tierombudsstelle, für die Verteilung der Gutscheine sind die Gemeinden zuständig. Bislang beteiligen sich 29 Gemeinden an der Aktion.

Organisationen und private Vereine helfen

Ebenfalls an der Aktion beteiligt sind viele Organisationen und private Vereine, die helfen, Streunerkatzen artgerecht einzufangen. Für die Gemeinden ist diese Aktion eine Frage des Tierschutzes, der Gesundheit von Katzen und der Gesundheit insbesondere von Kindern, welche auf Kinderspielplätzen mit Katzenkot in Kontakt kommen können. Seitens der Tierärzte wird sichergestellt, dass die Kastration eingefangener Katzen rasch und tierschonend durchgeführt wird und die kastrierten Tiere mittels eines geraden Schnitts am linken Ohr markiert werden.

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