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Messung der Holzdichte mit Resistograph © ÖBf-Archiv/Wolfgang Voglhuber

ASFINAG und Bundesforste:

Baumkontrolle an Österreichs Straßen

Kärnten – Jeder weiß, dass in den Sommerferien der Urlaub ruft. Doch für die ASFINAG und die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) beginnt die Arbeit jetzt so richtig, denn in einem gemeinsamen Projekt sorgen sie als Straßenerhalter für mehr "natürliche" Verkehrssicherheit entlang der Hauptverkehrsrouten.

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Bereits seit mehreren Monaten befinden sich die Baum-Experten Teams der Bundesforste im Einsatz – bis dato wurden mehr als 23.000 freistehende Einzelbäume sowie 15.000 Baumgruppen auf ihre Verkehrssicherheit überprüft. „Gerade in Zeiten des Klimawandels ist die regelmäßige Kontrolle der Standfestigkeit und Bruchsicherheit von Bäumen entlang von Wegen und Straßen unerlässlich“, so Rudolf Freidhager, Vorstand für Forstwirtschaft und Naturschutz der Bundesforste. Auch das derzeitige Wetterextreme, wie Hitze, Trockenheit oder Stürme setzen Wald und Natur zu.

Sicherheit geht vor

Auf rund 5.300 Hektar werden jede einzelnen Strauch- und Baumarten bestockten Grünstreifen neben Autobahnen und Schnellstraßen, jeden Kilometer entlang der Zu- und Abfahrten sowie sämtliche Rast- und Parkplätze kontrolliert – der Zustand der freistehenden Einzelbäume und Baumgruppen soll visuell überprüft und beurteilt werden. Natürlich kommt zu weiteren Abklärungsbedarf modernste Technik zum Einsatz, ob für den Widerstand des Holzes als auch die Festigkeit des Holzes bei Starkwind. Doch auch für die ÖBf-Expertinnen und Experten ist die Arbeit bei Wind und Wetter eine große Herausforderung – daher ist höchste Konzentration gefragt. Dafür haben sich ÖBf-MitarbeiterInnen auf die Einsätze auch demenstprechend vorbereitet.

Eine Million digitaler Baumdaten auf Knopfdruck

Mittels Tablet werden von jedem einzelnen Baum die Daten digital gespeichert, wie Art, Höhe oder eventuellen Krankheitssymptomen. „Damit haben wir alle Informationen zu unseren Waldflächen auf Knopfdruck verfügbar und wissen jederzeit über den Zustand und die Verkehrssicherheit zehntausender Bäume Bescheid“, so Fiala, ASFINAG-Geschäftsführer. Sobald der Baum Anzeichen von Bruchgefahr aufzeigt, empfehlen die ÖBf-Aboristen notwendige Sicherheitsmaßnahmen: Vom Entfernen abgestorbener Äste bis hin zu Abtragung kranker und instabiler Exemplare. Auch Pilzbefallene oder bereits abgestorbene Exemplare müssen wegen Bruch- und Umsturzgefahr schnellstmöglich abgetragen werden. Doch wir wollen Österreichs Straßen grün beibehalten, daher  wird von der ASFINAG bei Bedarf mit trockenheitsresistenten und Standort-typischen Arten wie Eiche, Kirsche oder Bergahorn nachgepflanzt.

Die Arbeiten zur Ersterfassung aller straßenbegleitenden Grünflächen sollen in diesen Wochen schon abgeschlossen werden, doch für regelmäßige Überprüfung ist zu sorgen: denn für die kommenden zwei Jahre stehen weitere Baumkontrollen zur Verkehrssicherheit an.

ÖBf-Baumexperte beim Aufnehmen von Baumdaten. - © ÖBf-Archiv/W. Voglhuber

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