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Politik - Villach & Klagenfurt
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Im kommenden Kindergartenjahr 2018/19

Betreuungs­kosten werden zur Hälfte übernommen

Klagenfurt/Villach – Ein Hauptziel der Regierungserklärung ist es, Kärnten zur kinderfreundlichsten Region Europas zu machen. So ist ab dem Kindergartenjahr 2019/2020 eine gänzliche Erstattung der Kosten der Kinderbetreuung geplant. Die erste Etappe eines "Kinderstipendiums" soll schon mit 1. September 2018 starten. Insgesamt rechnet das Land mit Kosten in der Höhe von 14 Millionen Euro.

 4 Minuten Lesezeit (539 Wörter) | Änderung am 12.07.2018 - 14:55

Absolute Elternbeitragsfreiheit in Kinderbetreuungseinrichtungen  soll es in Kärnten noch vor dem Ende der Legislaturperiode bis 2023 geben. Die erste Etappe eines „Kinderstipendiums“ soll mit 1. September 2018 starten. Gestern, am 11. Juli 2018, erklärte Kaiser das Land Kärnten werde im kommenden Jahr 50 Prozent des durchschnittlichen Betreuungsbeitrages übernehmen. Das gelte für Fünfjährige im verpflichtenden Kindergartenjahr, für die Drei- und Vierjährigen im Kindergarten, aber auch für die Kleinsten in Kindertagesstätten- und krippen. Ab dem Kindergartenjahr 2019/20 sollen die Elternbeiträge zur Gänze wegfallen. Insgesamt rechnet das Land mit Kosten von 14 Millionen Euro. Laut Kaiser soll Kärnten dadurch zur kinderfreundlichsten Region Europas gemacht werden.

Hälfte des Betreuungsbeitrags wird übernommen

Bereits im Kindergartenjahr 2018/19 ersparen sich die jungen Familien zwischen 220 bis 1.155 Euro pro Jahr und Kind, da das Land 50 Prozent des durchschnittlichen Betreuungsbeitrages übernimmt. Ab dem Kindergartenjahr 2019/20 sollen die Elternbeiträge dann ganz wegfallen.

Kaiser erklärte, dass Eltern durchschnittlich 180 Euro pro Monat für die Betreuung der Drei- und Vierjährigen in Kärntens Kindergärten zahlen würden. Als durchschnittlichen Essensbeitrag habe man 55 Euro errechnet. Das Essen und zusätzliche Leistungen sind von den Eltern weiterhin selbst zu bezahlen. Daher werden die 55 Euro von den 180 Euro abgezogen, woraus sich 125 Euro ergeben, von denen das Land im Pilotjahr die Hälfte übernehmen wird.

Ersparnisse für junge Familien

  • Im Ergebnis ersparen sich Eltern bei der Ganztagsbetreuung von Drei- und Vierjährigen 63 Euro im Monat bzw. 693 Euro pro Jahr (bei elf Monaten Betreuung). Bei Halbtagsbetreuung seien es 43 Euro bzw. 473 Euro. Insgesamt seien hier 7.500 Kinder positiv betroffen.
  • Bei der Aufzahlung für die Ganztagsbetreuung ersparen sich Eltern 21 Euro pro Monat bzw. 231 Euro pro Jahr.
  • Bei Kindern von null bis drei Jahren in Kindertagesstätten und Kinderkrippen liegt die Ersparnis für die Eltern halbtags bei 70 Euro im Monat und 770 Euro im Jahr sowie ganztags bei 105 Euro im Monat und 1.155 Euro im Jahr sowie ganztags bei 105 Euro im Monat und 1.155 Euro im Jahr.
  • Bei Tagesmüttern und Tagesvätern ersparen sich die Familien bei 85 Stunden im Monat 43 Euro bzw. 473 Euro im Jahr.

Das gilt selbstverständlich auch für Kinder unter drei Jahren, welche einen Kindergarten mit alterserweiterter Gruppe besuchen. Sprich: Kindergärten ohne Krabbelstube, aber mit der Erlaubnis auch eine bestimmte Anzahl an Kindern unter drei Jahren zu betreuen.

Wirtschaft und Politik für das Kinder-Stipendium

AK-Präsident Günther Goach freut sich über die leistbaren Kinderbetreuungsangebote des Landes. Die Arbeiterkammer unterstütze diese und weitere Maßnahmen, auch die Ankündigung, den Bedarf an – mehr – Betreuungsmöglichkeiten, auch für unter Dreijährige und – längeren – Betreuungszeiten, angepasst an die tatsächlichen Bedürfnisse der Eltern, zu erheben.

Auch die SPÖ sieht die elternbeitragsfreie Kinderbetreuung als Meilenstein. „Die Bildung der jungen Generation ist das Fundament, auf dem Kärnten seine erfolgreiche Zukunft aufbauen wird“, betonen SPÖ-Klubobmann-Stellvertreter Andreas Scherwitzl, die Sprecherin für frühkindliche Bildung SPÖ-Landtagsabgeordnete Ruth Feistritzer und Bildungssprecher SPÖ-Landtagsabgeordneter Stefan Sandrieser angesichts der heutigen Landtagssitzung. „Das Kärntner Kinder-„Stipendium“ entlastet Familien wie AlleinerzieherInnen wesentlich und ist ein großer Schritt, um Kärnten wie versprochen zur kinderfreundlichsten Region Europas zu machen“, betont auch die Landesvorsitzende der SPÖ Frauen Kärnten, Ana Blatnik.

 

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