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Aktuell - Villach
Grund dafür war Rauchentwicklung in einem Wirtschaftsgebäude. © KK

Feuerwehr noch vor Ort

Großaufgebot an Feuerwehr in Oberschütt

Villach – In Oberschütt kam es um die Mittagszeit zu einer Rauchentwicklung in einem Gebäude. Die Feuerwehr ist noch vor Ort.

 3 Minuten Lesezeit (386 Wörter) | Änderung am 12.07.2018 - 19:04

Bei einem Wirtschaftsgebäude in der Oberschütt kam es, heute Donnerstag, um die Mittagszeit zu einem noch nicht näher geklärten Vorfall. Wie uns Alexander Scharf von der Hauptfeuerwehrwache Villach vor Ort mitteilte, kam es zu einer Rauchentwicklung im Dachbereich. Derzeit werden die Heuballen durch die Feuerwehr vom Bereich entfernt und die Temperatur wird gemessen. Nähere Informationen liegen bis jetzt nicht vor. Die Situation ist noch nicht gänzlich geklärt. Das Großaufgebot der Feuerwehren kam dadurch zustande, dass die Alarmierung über die LAWZ (Landesalarm- und Warnzentrale) erfolgt ist. Daher sind viele Einsatzkräfte zum Einsatzort geeilt.

Heuballenselbstentzündung

Es wird vermutet, dass es sich hierbei um eine Heuballenselbstentzündung handelt. Dies passiert vor allem, wenn ungenügend getrocknete Gräser in das Erntegutlager gelangen, aber auch wenn Luftfeuchtigkeit oder Außentemperatur zu hoch sind. Durch die Mikroorganismen (Pilze, usw.) im Heu kann Wärme entstehen. Je trockener das Heu umso weniger Mikroorganismen sind darin enthalten.

Durch die Entwicklung der Wärme liebenden Pilze und Bakterien können Temperaturen von bis zu 75 Grad innerhalb des betroffenen Heuballens entstehen. Im weiteren Verlauf kommt es zur Zersetzungsphase aller pflanzlichen Teile des Heues, was die Temperatur noch weiter ansteigen lässt. In der Endphase kann es innerhalb des Heuballens bis zu 265 Grad heiß werden. In diesem Fall kommt es zur Selbstentzündung.

Weitere Infos zur Heuballenselbstentzündung findet ihr hier.

Update 1: 100 Heuballen auf Glutnester untersucht

Anrainer bemerkten die Rauchentwicklung im Dachbereich des Wirtschaftsgebäudes und alarmierten daraufhin die Einsatzkräfte. Die FF Schütt, FF Pogöriach, FF Perau, FF Völkendorf, FF Möltschach, FF Judendorf sowie die Hauptfeuerwache Villach waren mit insgesamt 60 Mann im Einsatz. Diese haben insgesamt 100 Heuballen auf Glutnester untersucht. Der betroffene Heuballen konnte noch nicht gefunden werden. Aus diesem Grund werden stündlich Kontrollen von der FF Schütt durchgeführt. Außerdem wurden für den Notfall Löschleitungen gelegt und Rauchmelder angebracht.

Update 2: Entwarnung

Alle Heuballen wurden auf Glutnester untersucht. Einige hatten über 50 Grad und wurden deshalb aussortiert. Trotzdem waren alle weit entfernt von einer Selbstentzündung. Nun wird vermutet, dass es sich bei dem angeblichen Rauch lediglich um aufgewirbelten Staub gehandelt hat. Die FF Schütt bleibt noch bis Mitternacht vor Ort, um einen Brand ausschließen zu können.

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