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Politik - Klagenfurt
Neben ÖVP Stadtrat Markus Geiger, waren auch Vertreter der Klagenfurter Stadtwerke, der Alpen-Adria-Universität und vom Tourismusverband Klagenfurt bei der Pressekonferenz vor Ort. © 5min.at

Weitere Infos zum Projekt:

Gratis WLAN für ein vernetztes Klagenfurt

Klagenfurt – Das Internet ist für viele Kärntnerinnen und Kärntner nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Der Fortschritt in der Technologie schafft neben neuen Möglichkeiten jedoch auch neue Anliegen in der Bevölkerung. Die Stadt Klagenfurt reagiert darauf und installiert an etlichen öffentlichen Plätzen gratis WLAN.

 5 Minuten Lesezeit (670 Wörter) | Änderung am 16.07.2018 - 12:56

Wie bereits berichtet soll WLAN in Zukunft auch auf dem Alten Platz, Benediktinerplatz, Kardinalplatz, Heuplatz, Pfarrplatz sowie in der Bahnhofstraße im Bereich des Gesundheitsamtes gratis verfügbar sein. Neue Informationen dazu veröffentlichte man in einer heutigen Pressekonferenz, am Montag dem 16. Juli 2018, in der ÖVP Stadtrat Markus Geiger näher auf die geplanten Erweiterungen eingeht.

Das Thema „WLAN in der Innenstadt“ hat bereits eine lange Vorgeschichte. „Vor genau 18 Jahren habe ich den ersten Antrag dazu eingebracht“, so Geiger. Erst im Jahr 2012 wurde der erste Platz mit WLAN bespielt. Um die Stadt noch mehr zu vernetzen, sollen nun 24 weitere „Access Points“, also WLAN-Router realisiert werden. Das symmetrische 100 MBIT/s Glasfasernetz sei dabei jedoch jederzeit erweiterbar, versichert der Stadtrat. Die Kosten für die Errichtung belaufen sich auf rund 90.000 Euro, die Hälfte davon wird vom Land Kärnten aus dem Breitband-Fördertopf übernommen. Im Sommer werden bereits erste Vorbereitungen getroffen und bis zum Winter sollen alle geplanten Access Points hängen. Eingesetzt werden „FortiAP 222C“ der Firma Fortinet. Technisch möglich sind auch Anbindungen –  der APs – bis zu 10 Gbit/s. Man kann, je nach Bedarf, die Bandbreiten skalieren. Gesendet wird im 2,4 GHz und im 5 GHz-Band

Projekt stärkt regionalen Tourismus

Besondere Relevanz habe das Projekt dabei für den Tourismus, denn durch die oft hohen Roaminggebühren, die für Touristen in Österreich anfallen können, sind öffentliche Internetzugänge besonders gefragt. Auch das EU-Roaming sei für viele Touristen keine Lösung, da in deren Heimatländern Datenpakete stark begrenzt sein können. Darüber hinaus lassen sich mit Hilfe des WLAN auch andere technische Lösungen realisieren, die dem Tourismus zugute kommen könnten. So könne man einige Echtzeit-Infoscreens aufstellen, die über das WLAN mit aktuellen Informationen versorgt werden. Mag. Helmut Micheler, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Klagenfurt am Wörthersee: „Das Projekt war eine der Forderungen des Tourismusverbandes. Darum freut uns die Umsetzung natürlich ganz besonders.“

Stadtwerke mit an Bord

Um die Internetqualität weiter zu verbessern, gewähren die Stadtwerke Klagenfurt zukünfig Zugang zu den Klagenfurter Laternen, um bessere Sender anbringen zu können und eine 5G-Netzabdeckung zu erreichen. Eine Zusammenarbeit zwischen Stadt und Stadtwerken ist naheliegend, da man durch den regionalen Anbieter Zugang zu 400 km Leitungen und 700 km Leerverrohrungen im Stadtgebiet erhält. Die Stadtwerke fungieren beim Projekt „CityWLAN“ als  Anbieter. Das heißt die Errichtung und der Betrieb wird von dem Unternehmen durchgeführt. Ebenso für die Sicherheit sollen die Stadtwerke sorgen. So fallen Firewall, das Loginsystem und Störungsbehebung ebenfalls in den Zuständigkeitsbereich des Unternehmens.

Ziel sei es, die Landeshauptstadt bestmöglich zu vernetzen, wie Mag. Sabrina Schütz-Oberländer, Vorständin von den Stadtwerken Klagenfurt, erklärt. In öffentlichen Bädern wolle man in Zukunft weitere Access Points installieren. Ebenso in öffentichen Verkehrsmitteln. So werden im Dezember neue Busse in Klagenfurt eingesetzt, in denen ebenfalls gratis WLAN angeboten werden soll. „Wir freuen uns auf diese Kooperation und blicken gemeinsam in die Zukunft“, freut sich Mag. Sabrina Schütz-Oberländer.

Individuelle Portalseiten und Umfragen

Eine weitere Zusammenarbeit im Projekt „CityWLAN“ bildet die Stadt mit Xamoom. Das erfolgreiche Klagenfurter Unternehmen bespielt dabei die Portalseite der WLAN-Access Points. Bei Großveranstaltungen etwa, könne jeder Platz eine eigene Portalseite und eigene Services anbieten. Doch auch Meinungsumfragen können über das WLAN durchgeführt werden.

Sicherheitslösung: Eduroam

Öffentliche WLAN-Netzwerke sind nicht die sicherste Alternative, um wichtige Arbeiten online durchzuführen. Eine Lösung dafür bietet die Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. Mit dem Sicherheitsportal „Eduroam“ können dort Studenten sicher im WLAN surfen. Das größte WLAN Sicherheits-Netzwerk soll mit dem Stadtnetzwerk verbunden werden und für zusätzliche Sicherheit bei wichtigen Online-Erledigungen bieten. So könne man durch die Kooperation mit der Universität jederzeit auf Eduroam zugreifen. Auch Univ. Prof. Dr. Anke Bosse freut sich über die Zusammenarbeit und hofft, dass durch die Kooperation die Stadt und die Alpen-Adria-Universität wieder näher zusammenrücken.

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