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Wirtschaft - Villach
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Brief nach Wisconsin

Harley-Davidson made in Villach?

Villach – Harley-Davidson hatte Ende Juni angekündigt, wegen der EU-Strafzölle einen Teil seiner Produktion in andere Länder zu verlagern. Stefan Franzke, Chef der landeseigenen Wirtschaftsförderagentur Berlin Partner, schickte darum einen Brief nach Wisconsin. Was Berlin kann, kann Villach auch, dachte sich wohl Nationalrat Peter Weidinger (ÖVP) und verfasste ebenfalls einen Brief sowie eine Mail.

 1 Minuten Lesezeit (224 Wörter) | Änderung am 17.07.2018 - 15:51

„Harley Davidson suchte eine neue Produktionsstätte in Europa. Villach verfügt über Industriekompetenz und top ausgebildete Fachkräfte. Investitionsentscheidungen von Infineon bis 3M stellen unserem Standort ein top Zeugnis aus. Das Bikefestival am Faakersee unterstreicht unsere besondere Verbundenheit zur Kultmarke. Daher habe ich dem CEO von Harley Davidson einen Brief geschrieben und Villach als potentiellen Standort in Stellung gebracht“, so Peter Weidinger. In seinem Brief, gerichtet an CEO Matthew Levatich, schwärmt er über die Verbundenheit Villachs zur Marke und ebenso über die Standortqualitäten der High-Tech-Stadt an der Drau. Neben seinem Ziel, Wien nach Villach zu holen, strebt Weidinger also nun nach größerem.

Doch nicht nur die ÖVP will um das Projekt buhlen. Auch in Villachs SPÖ soll es entsprechende Pläne geben. Das Villach durchaus auch für motorisierte Produkte taugt zeigt das Interesse von „Hispano Suiza“ (wir haben berichtet). Dort setzt man auf einen Forschungs- und Entwicklungsstandort in Villach. Die Hoffnung stirbt also zuletzt.

Hintergrund

Zwischen der USA und der EU schwelt ein Handelskonflikt. Vergeltungszölle auf die Produkte von Harley Davidson verteuern diese am europäischen Markt. Um dies zu umgehen, will die Marke einen Produktionsstandort in Europa aufbauen. Kritik erntete das Unternehmen prompt von US-Präsident Donald Trump. Dieser prophezeit daraufhin gleich das nahende Ende des Herstellers.

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