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UPDATE | Wirtschaft - Klagenfurt
Die Fassade der Benediktinerschule muss, egal wer den Zuschlag bekommt, erhalten werden. © 5min.at

Wer bekommt den Zuschlag?

Benediktiner­schule: Nachhaltiges Konzept gefragt!

Klagenfurt – Der Wirbel um die Klagenfurter Benediktinerschule reißt nicht ab. Die Pläne, das Gebäude zu verkaufen, sorgten für heftige Kritik von Grünen und FPÖ. Das Interesse an dem denkmalgeschützten Gebäude ist groß. Das Konzept der Interessenten, wie es in Zukunft mit der Schule weitergehen soll, ist für den Verkauf ausschlaggebend.

 3 Minuten Lesezeit (427 Wörter) | Änderung am 23.07.2018 - 12:20

Auf die fixierte Schließung der Benediktinerschule im Jahr 2020 und den geplanten Verkauf des Gebäudes seitens der Stadt Klagenfurt, reagierte man in einigen Parteien mit Unverständnis und Kritik. Allen voran bei den Grünen, die einen Verkauf des Gebäudes generell nicht gutheißen. Dort wünscht man sich die Nutzung der Schule als „Haus der Begegnung“, Bibliothek oder Stadtmuseum. Pläne, das ab 2020 leerstehende denkmalgeschützte Gebäude in ein Hotel umzuwandeln, konnte die FPÖ zwar befürworten, eine offizielle Ausschreibung seitens der Stadt Klagenfurt fand jedoch nicht statt – für die Freiheitlichen ein No-Go. Die Kärntner Bewegung F.A.I.R. wünscht sich hingegen eine intelligente Nachnutzung des Gebäudes und sieht im richtigen Konzept auch Potenzial, um den Klagenfurter Tourismus zu stärken.

Das Interesse an dem Gebäude ist bereits groß. So sind etwa die Unternehmerfamilie Kanduth, die Lilihill Capital Group und eine weitere Investorengruppe offiziell an einem Kauf  der Benediktinerschule interessiert.

Schlüssiges Konzept ausschlaggebend

Wie das denkmalgeschützte Gebäude ab 2020 genutzt wird, ist auch für Bürgermeisterin Maria Luise Mathiaschitz (SPÖ) ein wichtiger Aspekt. So werde das Gebäude nicht verkauft, wenn nicht ein schlüssiges Konzept für die Zukunft vorliege. Wie aus einem Bericht des ORF hervorgeht, soll sich nun eine Anwaltskanzlei um den Verkauf kümmern. Auch wenn die rechtsanwältliche Begleitung für eine weitere Verzögerung des Verkaufes sorgt, sieht man in diesem „strukturierten Prozess“ eine Chance, den passenden Käufer zu finden. Am Kauf interessierte Bewerber haben nun Zeit, überzeugende Konzepte für die nachhaltige Nutzung der Benediktinerschule zu erarbeiten. Auch was mit den noch im Gebäude stationierten Vereinen passiert, muss in diesen Konzepten berücksichtigt werden. Bis Ende September soll eine entgültige Entscheidung, welcher Bewerber den Zuschlag bekommt, gefällt werden. Am Montag, dem 23. Juli 2018, soll ein Beschluss im Stadsenat die Weichen für die rechtsanwältliche Begleitung des Kaufprozesses stellen. Ein nachhaltiges Konzept zur Belebung der Innenstadt sei, laut Bürgermeisterin, also gleich wichtig wie das für den Kauf gebotene Geld.

Am Montag: Weiter Kritik von Stadt-FPÖ

„Das bereits entstandene und mittlerweile undurchsichtige Chaos lässt nur mehr eine öffentliche Ausschreibung mittels mehrstufigen Bieterverfahren nach Bestbieterprinzip mit vorheriger Bekanntmachung zu“, so Stadtrat Wolfgang Germ (FPÖ). Die obengenannten Fragen müssten jedoch bereits im Vorfeld geklärt werden. „Durch eine weitere Vorenthaltung entscheidender Informationen ist eine sachpolitische Entscheidung nicht möglich. Der vermeintliche Umlaufbeschluss, der in den Medien genannt wurde, ist in dieser Phase nicht zielführend.“, so Germ in einer Aussendung am Montag.

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