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SYMBOLFOTO © LPD / G. Baumgartner / KK

5 Monate bedingte Haft

Urteil nach wilder Verfolgungs­jagd

Villach – Widerstand gegen die Staatsgewalt, versuchte schwere Körperverletzung, schwere Sachbeschädigung und Gefährdung der körperlichen Sicherheit. Die Liste der Anklagepunkte, wegen derer sich ein 28-jähriger Villacher heute vor dem Landesgericht Klagenfurt verantworten musste, ist lang. Am 31. März 2018 lieferte er sich eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei. Heute wurde er deswegen zu fünf Monaten bedingter Haft verurteilt.

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Rückblick

Am 31. März wollten Polizeibeamte einen 27-jährigen Villacher kurz nach Mitternacht mit seinem PKW anhalten und einer routinemäßigen Kontrolle unterziehen. Als der Mann das Anhaltezeichen sah, gab er jedoch Vollgas. Der Beamte konnte sich nur durch einen Sprung auf die Seite retten. Anschließend setzte der Mann seine Flucht durch das Stadtgebiet von Villach sowie zahlreiche Neben- und Forststraßen fort. Im Zuge der Verfolgung wurden mehrere Straßensperren errichtet, die der Mann mit seinem Geländewagen umfuhr und dabei „die Beamten in höchstem  Maße gefährdete“, so die Polizei in einer Aussendung. Schließlich gelang ihm mit dem Geländewagen über eine steile Wiese und Forstwege die Flucht.

Über das Kennzeichen des PKW konnte der Wohnort des Mannes ermittelt werden. Unter Einsatz eines Diensthundes konnte der Mann im Obergeschoß des Wirtschaftsgebäudes unter Stroh versteckt gefunden und vorläufig in Verwahrung genommen werden, wogegen er sich heftig wehrte. Einen Alkotest verweigerte er. Während der Verfolgung und der weiteren Amtshandlung wurden keine Beteiligten verletzt.

Prozess

Wie der ORF berichtet, gab der Mann heute vor dem Landesgericht Klagenfurt an, „ungefähr zehn große Bier“ getrunken zu haben. Bei der Kontrolle sei er in Panik geraten, weil er den Führerschein für seine Arbeit brauche. Den verlor er schlussendlich aber doch – für 18 Monate.

Auf der Flucht schoss ein Polizeibeamter an einer der errichteten Sperren sogar zwei Mal auf die Vorderreifen des Fahrzeugs, ohne Erfolg. Der Mann war bis dato unbescholten, er zeigte sich geständig und versuchte, den Schaden wieder gutzumachen. Das wirkte sich mildernd auf der Urteil aus. Dieses lautete schließlich fünf Monate bedingte Haft und 1.200 Euro Geldstrafe. Das Urteil ist rechtskräftig.

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