Zum Thema:

05.12.2018 - 17:50Gallery: Pioniere üben in Unterkärnten05.12.2018 - 17:07Video: Bundesheer-Übung in Unterkärnten06.12.2017 - 13:02Villacher Pioniere kehren zurück25.08.2017 - 15:09Villacher Pioniere verlegen nach Ungarn
Leute - Villach
Die stufenförmige Konsolidierungssperre im Finkenpetergraben.
Die stufenförmige Konsolidierungssperre im Finkenpetergraben.© Bundesheer/BUCHEGGER Karlheinz

Assistenzeinsatz

Villacher Pioniere kehren heim

Gasen – Nach den schweren Unwettern mit Sturmschäden Mitte Juni im Bezirk Weiz (Steiermark) konnte der Assistenzeinsatz der österreichischen Soldatinnen und Soldaten heute, am 26. Juli 2018, erfolgreich beendet werden. Insgesamt leisteten rund 64 Soldaten aus der Steiermark und Kärnten seit 15. Juni 2018 rund 9.500 Arbeitsstunden. Dabei wurden vier Wildbäche von Verklausungen gesäubert sowie fünf Konsolidierungssperren errichtet.

 2 Minuten Lesezeit (300 Wörter) | Änderung am 26.07.2018 - 22:00

Im Bezirk Weiz blockierten entwurzelte und geknickte Bäume die Landesstraße von Birkfeld nach Gasen. In der Gemeinde Gasen waren mehrere Bäche mit Schadholz überlastet, sodass bei weiteren Niederschlägen die Gefahr von Verklausungen entstand. Die Landeswarnzentrale ersuchte daher das Militärkommando Steiermark um Unterstützung.

40 Pioniere vom Baupionier- und Katastrophenhilfeeinsatzzug der Stabskompanie des Militärkommandos Steiermark rückten am 15. Juni mit erforderlichem Gerät und Ausrüstung für den Hilfseinsatz nach Gasen aus. Bei den Arbeiten wurden mit Hilfe von Motorsägen Verklausungen im Fischbachgraben, im Steinbachgraben, im Finkenpetergraben und im Hofstättergraben beseitigt. Zur Beseitigung von umstürzenden Bäumen an der Landesstraße kamen weitere zwölf Soldaten der ABC-Abwehrkompanie Graz zum Einsatz.

Mit Ende Juni begann die zweite Einsatzphase:

Eine Ablösemannschaft mit zwölf Villacher Pionieren vom Pionierbataillon 1 verlegte zum Hilfseinsatz nach Gasen. Eine Konsolidierungssperre im Finkenpetergraben musste errichtet werden, um eine drohende Hangrutschung zu stabilisieren. Die fachkundige Anleitung und Mitarbeit erfolgte durch die Experten der Wildbach- und Lawinenverbauung. Spezialmaschinen und Geräte wie Seilkran, Schreitbagger, Traktoren mit leistungsstarken Seilwinden kamen dabei zum Einsatz.

Die Hangbefestigung besteht aus einem System von Böden und Wänden die miteinander verbunden sind.

Die Hangbefestigung besteht aus einem System von Böden und Wänden die miteinander verbunden sind. - © Bundesheer/BUCHEGGER Karlheinz

Schwieriger Einsatz

Offiziersstellvertreter Andreas Perkounig von der Pionierbaukompanie vom Pionierbataillon 1 erzählte über diesen schwierigen Hilfseinsatz: „Diese Form der Zusammenarbeit mit Fachleuten der Wildbach- und Lawinenverbauung beim Bau einer Konsolidierungssperre ist für uns neu und erstmalig. Wir Pioniere haben einen zusätzlichen Erfahrungsgewinn für die Errichtung solcher Bauwerke. Die Hauptarbeit von uns Pionieren ist die Vorbereitung der Einbauhölzer, das Schneiden der Rundkerben, das Ablängen der Baumstämme, das Verlasten beim Seilkran für den Transport zur Baustelle, und danach der Einbau bei der Sperre im Team mit der Wildbach- und Lawinenverbauung.“

Schlagwörter:
Kommentare laden