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Lärmschutzregelung am Villacher Kirchtag:

Wie laut darf es sein?

Villach – Heute, Donnerstag, hat bereits der fünfte Tag der 75. Villacher Brauchtumswoche begonnen. Zu den Feierlichkeiten gehört dann natürlich auch gute Musik und verschiedenste Klänge, die für eine tolle Atmosphäre sorgen. Für den einen oder anderen Besucher kann heuer möglicherweise der Eindruck entstehen, dass der Villacher Kirchtag leiser ist als die letzten Jahre - was steckt dahinter?

 3 Minuten Lesezeit (393 Wörter) | Änderung am 02.08.2018 - 11:51

Eine offizielle Lärmschutzrichtlinie für den Villacher Kirchtag gibt es bereits seit 2015. In dieser wird festgehalten, dass der Lärmschutzwert für die Villacher Brauchtumswoche bei 93 Dezibel liegt, welcher im Publikumsbereich maximal erreicht werden darf. Die Lärm-Beschränkung bezieht sich auf medizinische vorgegebene Schutzwerte. Bei jeglichem Lärm, der über diesem Schutzwert liegt, können laut medizinischen Aussagen Gehörschäden wie beispielsweise Hörstürze auftreten. Wie lange Musik gemacht werden darf, hängt von den einzelnen Veranstaltungstagen und Stadtbereichen ab.

Kontrolle des Lärmpegels

„Dieser Lärmschutzwert wird überall überprüft“, so Geschäftsgruppenleiter der Behördenverwaltung, Alfred Winkler. Jeder, der am Kirchtag einen Stand hat, eine Disco betreibt oder ähnliches, bekommt einen bescheidlichen Rahmen vom Veranstalter, Villacher Kirchtag GmbH, ausgehändigt. „An diese Rahmenbedingungen ist man dann gebunden“, sagt Winkler. Zu diesen Vorschriften gehöre eben auch die Lärmschutzregelung. Für Discos wird überlicherweise ein Extraservice angeboten. „Wir versuchen mit einem Techniker von uns vor Ort diese Lautstärke einzupegeln, um die richtige Lautstärke finden zu können“, erklärt Winkler.

Laut einiger Aussagen der Schausteller am Kirchtag werden die Lärmschutzwerte heuer offenbar genauer und öfter kontrolliert als die letzten Jahre. Laut Alfred Winkler passiere dies jedoch nur an ein bis zwei Tagen. Ab Mitte der Woche, normalerweise Mittwoch, wird eine Überprüfung durch Lärmtechniker mit einem Lärmmessgerät durchgeführt. Sollte sich jemand nicht an die Lärmschutzregelung halten, wird von den Lärmschutztechnikern einmal darauf aufmerksam gemacht, dass es zu laut ist. Nach einer halben Stunde bis Stunde kommen diese wieder vorbei, um den Lärm erneut zu kontrollieren. „Beim zweiten Mal wird die Veranstaltung gekappt„, so Winkler. Manchmal wird die Veranstaltung auch kurz unterbrochen, um mit einer kurzen Pause Ordnung wiederherstellen zu können.

Wegfall von Lärmbereichen

Es gäbe laut Winkler keine geänderten Lärmschutzmaßnahmen, auch wenn es den Eindruck für so manchen Besucher macht, dass es am Kirchtag leiser geworden ist. „Durch den Wegfall des Bereiches der Unteren Widmanngasse mit der „Kirchtagsalm“, ist dieser Eindruck eines leiseren Kirchtags durchaus berechtigt. Dieser Bereich hat mit seinem Geräuschpegel immer einen relevanten Beitrag zum Thema Lärm geleistet“, erklärt Winkler.

Die Stadt Villach hat zwei Lärmtechniker, die auch entsprechend ausgebildet sind. Diese Lärmtechniker werden beispielsweise auch bei Nachbarschaftsproblemen gerufen, um Lärmmessdaten aufzunehmen.

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