Unverhofft kommt oft in Ingolstadt/Villach - 5 Minuten - Nachrichten & Aktuelles

Zum Thema:

18.08.2018 - 15:17Scharfe Granate in Zimmer gefunden18.08.2018 - 14:30Feuerwehr rettet Kind aus Wohnung18.08.2018 - 09:312. Draustadt Frauenlauf17.08.2018 - 16:50Winterurlaub wird im August beworben
Sport - Villach
Marco Knaller stand heute beim FC Ingolstadt 04 zwischen den Pfosten. © Montage: FC Ingolstadt, Michael Bartz

Villacher steht kurzfristig bei Bundesligaverein im Tor

Unverhofft kommt oft

Ingolstadt/Villach – Marco Knaller (31) stammt aus Villach und wechselte im August 2017 zum FC Ingolstadt 04 - als Torhüter. Seitdem bestritt er in der 2. Bundesliga in Deutschland nur ein Spiel. Der Norweger Örjan Nyland war auf dieser Position gesetzt, zum Leidwesen des Villacher Keepers. Doch gestern wurde völlig überraschend der Wechsel Nylands zu Aston Villa angekündigt. Nur einen Tag, bevor die Ingolstädter ihr erstes Spiel in der neuen Saison bestreiten mussten. Der neue Mann zwischen den Posten? Marco Knaller. Dauerhaft? Das ist noch unklar.

 4 Minuten Lesezeit (551 Wörter)

„Örjan Nyland befindet sich aktuell zu Transferverhandlungen bei einem anderen Verein“, schreiben die Schanzer – so der Spitzname der Ingolstädter – heute bei der Bekanntgabe der Mannschaftsaufstellung etwa eine Stunde vor Spielbeginn. Für die Nummer 2 auf der Torhüterposition, den Villacher Marco Knaller, bedeutet das endlich Bundesligaluft zu schnuppern. Bislang durfte Knaller nur ein Bundesligaspiel für die Ingolstädter absolvieren, am 34. Spieltag der Saison 2017/18 – als es um nichts mehr ging. Ob Ingolstadt noch eine neue Nummer 1 verpflichten wird oder ob Knaller dauerhauft zwischen den Pfosten stehen darf? Das machen die Verantwortlichen möglicherweise auch vom heutigen Auftritt Knallers ab. Das Bayern-Derby gegen den SSV Jahn Regensburg stand an.

„Normal, dass keiner die Nummer 2 sein will“

Gestern kündigte eine Ingolstädter Zeitung überraschend an, dass Nyland vor einem Wechsel zu Aston Villa steht. Erst vergangene Woche gab Knaller dem eigenen Verein ein Interview. Ob er und die Verantwortlichen des Verein damals schon vom Abgang ihrer Nummer 1 wussten? Klar ist das nicht, deutlich wurde jedoch, dass der Villacher mit seiner Rolle im Verein nicht glücklich ist: „Es ist ja ganz normal, dass niemand die Nummer Zwei sein will“, sagt er dort zum Beispiel. Gleichzeitig findet er aber auch: „Konkurrenzkampf ist immer gut, jeder haut sich voll rein.“

Dass Knaller die komplette Vorbereitung unverletzt bestreiten konnte, kommt ihm jetzt zugute. Vergangenes Jahr kam er erst im August zu den Ingolstädtern und verpasste einen großen Teil davon. „Dieses Jahr habe ich die Möglichkeit, mich die ganze Vorbereitung lang zu präsentieren“, erklärte er. Diese ist nun rum, Nyland (so gut wie) weg und Knaller steht am ersten Spieltag der neuen Saison zwischen den Pfosten. Besser könnte es eigentlich nicht laufen.

Marco Knaller beim heutigen Spiel in der Regensburger Continental Arena. - © Michael Bartz

Der Fußball wurde ihm in die Wiege gelegt

Marco Knaller kam über die Vereine Admira Wacker und FC Lustenau zum 1. FC Kaiserslautern und anschließend zum Wolfsberger AC. Seit 2013 stand der 1,92 m große Keeper beim SV Sandhausen unter Vertrag. Letztes Jahr schließlich der Wechsel zum FC Ingolstadt. Doch die Liebe zum Fußball war der Familie in die Wiege gelegt: „Mein Vater hatte sieben Geschwister, davon fünf Brüder. All meine Brüder haben mindestens in der zweiten österreichischen Liga Fußball gespielt, waren dementsprechend also Profis. Das ist natürlich schon eine witzige Geschichte. Mein Vater und ein Onkel, der Stürmer war, waren dabei aber die erfolgreichsten“, so Knaller in einem FCI-Interview. Sein Vater ist übrigens Wolfgang Knaller, der auf über 700 Profiligaspiele kam.

Derby: SSV Jahn gegen FC Ingolstadt

Kommen wir zum heutigen Spiel zwischen dem SSV Jahn gegen den FC Ingolstadt 04. Um es kurz zu machen: Im bayerischen Derby musste sich die Mannschaft von Knaller mit 1:2 geschlagen geben. Der Villacher machte dabei keine schlechte Figur, lenkte u.a. einen Schuss an den Pfosten und verhinderte in der Nachspielzeit das 1:3 aus Ingolstädter Sicht. Beim zweiten Gegentor machte er jedoch keine glückliche Figur und lenkte einen Distanzschuss vor die Füße des Gegenspielers.

Am kommenden Freitagabend empfängt der FC Ingolstadt die SpVgg Greuter Fürth. Ob Knaller am 2. Spieltag immer noch zwischen den Pfosten stehen wird, sehen wir dann.

Kommentare laden