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Wirtschaft - Villach
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Anzeige auf willhaben.at sorgt für Aufregung

Droht dem Strandbad Velden das Aus?

Velden – Eine Anzeige auf willhaben.at sorgte am Mittwochmorgen für Aufregung. Das Strandbad Velden wird zum Verkauf angeboten. So ungewöhnlich ist das zunächst natürlich nicht, Immobilien wechseln schließlich immer mal wieder den Besitzer. Eine kleine Notiz lässt aber aufhorchen. Es bestehe "keine gewerbliche Betriebspflicht", eine private Nutzung sei möglich. Droht dem Strandbad damit das Aus, wenn der Verkäufer es zur ganz persönlichen Privatresidenz umgestaltet? Wir haben nachgefragt.

 2 Minuten Lesezeit (278 Wörter) | Änderung am 08.08.2018 - 11:02

Das Strandbad gehört Dr. Anton Bulfon. Dessen Vater, seinerzeit größter Bauunternehmer Kärntens, überließ ihm den Grund. „Das Strandbad stand vor der Schließung. Wir haben es als Marktgemeinde auf 30 Jahre gepachtet“, erklärt uns Veldens Bürgermeister Ferdinand Vouk. Der Pachtvertrag endet zum 31. Dezember 2036. „Das Strandbad wird von den Gästen sehr gut angenommen. Pro Jahr leisten wir einen Zuschuss von 60 bis 70.000 Euro, um die Eintrittspreise niedrig zu halten“, so Vouk.

Käufer gesucht

Nun aber scheint der Eigentümer das Bad verkaufen zu wollen. Er hat es auch schon der Marktgemeinde Velden angeboten. „Wir haben es schätzen lassen. Auf Basis des Schätzgutachtens sind wir in Verhandlungen getreten“, erklärt der Bürgemeister. Dem Vernehmen nach liegen die Vorstellungen des Eigentümers aber über der Summe aus dem Gutachten. Jetzt müsste das Land einspringen, damit es möglich wäre, das Strandbad zu kaufen. Denn die Marktgemeinde kann nicht mehr als die Summe aus dem Gutachten bieten.

Das Inserat auf willhaben.at findet ihr hier.

Fast 12.000 Quadratmeter Grundfläche zu einem Preis von 1.000 Euro pro m² werden auf willhaben.at angeboten. - © 5min.at

Baldiges Aus?

Bedeutet das also ein baldiges Aus, falls sich ein privater Käufer findet, der das Strandbad nicht weiter gewerblich nutzen will? „Nein, der Verkauf hätte erst einmal keine Auswirkung auf den Pachtvertrag. Dieser läuft bis zum Jahr 2036“, so Vouk. Solange bleibt das Bad also auf jeden Fall ein Bad. Und ob der jetzige Eigentümer bald einen Käufer findet, der die Immobilie privat nutzen will, ist unwahrscheinlich. Schließlich müsste dieser erst noch 18 Jahre auf seine Privatresidenz warten.

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