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Sollte das Moped durch Zwang überschrieben werden? © privat

Ein junger Villacher erzählt seine Geschichte

War es eine Falle?

Villach – Wurde ein junger Villacher von seiner Ex-Freundin in eine Falle gelockt? Die Vorwürfe wiegen schwer. "Kummst auf a Tschick vorbei?". Eine harmlose Einladung, doch der Abend nahm für Simon F. (Name geändert) eine dramatische Wende. Statt der Zigarette warteten zwei Bekannte seiner Ex-Freundin auf ihn, die ihn zwingen wollten, einen Kaufvertrag für sein Moped zu unterzeichnen. So der Vorwurf. Auch einen Schlag soll er abbekommen haben. Er erstattete Anzeige - und sucht nun Zeugen.

 3 Minuten Lesezeit (450 Wörter) | Änderung am 22.08.2018 - 18:17

Ob er schon eine Vorahnung hatte, als er nach der Einladung auf eine gemeinsame Zigarette fragte, ob er und seine Ex-Freundin alleine in ihrer Wohnung sein werden? Falls ja, kann es nur eine böse Vorahnung gewesen sein. Doch der Reihe nach.

Überraschungsbesuch

Der Bericht basiert auf Aussagen des mutmaßlichen Opfers. Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung. Was spielte sich ab, als Simon in der Wohnung seiner Ex-Freundin ankam? Die ersten Minuten seien sie alleine gewesen, doch plötzlich kamen zwei weitere junge Männer aus dem Badezimmer. „Schau mal wer da ist“, mit diesen Worten soll sie den „Überraschungsbesuch“ angekündigt haben. Simon wusste ganz genau, wer da ist. Mit einem der beiden war er seit längerer Zeit zerstritten. „Ich habe mit dem Schlimmsten gerechnet“, so Simon.

Er sollte sein Moped „verkaufen“

Einer der beiden neuen „Protagonisten“ der Geschichte habe ihm dann einen Kaufvertrag für sein Moped vorgelegt, erzählt er uns. Den sollte er unterschreiben, doch Simon weigerte sich. „Ich kann mich nur noch daran erinnern, dass ich plötzlich einen Schlag ins Gesicht bekommen habe“, so Simon. Am Hinterkopf hatte er eine Beule, möglicherweise ging die Attacke also auch gegen den Kopf. „Nach dem Schlag war alles finster.“ Er selbst habe dann gegen einen Tisch getreten, der einen seiner beiden Kontrahenten traf.

Danach weiß er nicht mehr viel – auch nicht mehr, wie er aus der Wohnung kam. Bei irgendeinem Haus klingelte er schließlich, um Hilfe zu holen. Rettung und Polizei kamen, auch daran kann er sich nicht mehr erinnern. Brieftasche, Handy, Mopedschlüssel, Helm und Rucksack waren zu diesem Zeitpunkt weg. Plötzlich war Simon dann im Krankenhaus. Ohne Zeitgefühl, dafür verzweifelt.

Die Suche beginnt

Als er wieder zu Hause war, machte er sich auf die Suche nach seinen abhandengekommenen Wertsachen. Das Handy fand er wieder, dank des eingeschalteten Weckers, der jeden Tag zur selben Uhrzeit klingelt. Es lag im Gras in der Nähe des Wohnblocks, wo sich das Ganze abgespielt haben soll. Das Moped fand er einen Wohnblock weiter – abgesperrt. Rucksack, Helm und Brieftasche fand eine aufmerksame Dame, die Simon nach ihrem Fund anrief, weil sie seine Handynummer bei den Sachen bemerkte.

Nun sucht Simon Zeugen, die am Dienstag (14. August) ab ca. 20 Uhr bis in die Morgenstunden des Mittwochs (15. August) Angaben zu den Vorwürfen machen können. Vor allem das „Umparken“ des Mopeds könnte aufgefallen sein. Hinweise bitte an die nächste Polizeiinspektion.

Was an den Vorwürfen dran ist, müssen jetzt die entsprechenden Behörden klären.

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