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Tödliche Krankheit

Usutu-Virus: Heimische Vögel nicht betroffen

Kärnten – Das aus Afrika stammende Usutu-Virus wurde 2001 erstmals in Österreich nachgewiesen – als Verursacher des sogenannten „Amselsterbens“. Bis 2005 wurden in Ostösterreich viele Amseln, aber auch andere Singvögel, Opfer dieses Erregers. Danach wurden 10 Jahre lang keine Usutu-Virus-bedingten Todesfälle bei Vögeln in Österreich registriert – im Gegensatz zum benachbarten Ungarn. 2016 wurden erstmals wieder zwei Fälle diagnostiziert – und 2017 über sechzehn. Doch die Kärntner Amseln hatten heuer Glück.

 2 Minuten Lesezeit (319 Wörter) | Änderung am 24.08.2018 - 08:47

Infizierte Amseln erkrankten an einer Gehirnentzündung, flogen unkoordiniert und starben schnell. Leider ist es nicht möglich den infizierten Tieren zu helfen. Die Amselpopulation, die sich nach 2001 gebildet hat, scheint mit dem Virus jedoch gut zurecht zu kommen, sie steckt sich zwar an – es kommt jedoch kaum zu Todesfällen.

„Seit letztem Jahr verzeichnen wir jedoch wieder vermehrt Meldungen toter Amseln– zur Zeit scheint es in Oberösterreich und der Steiermark vermehrt zu Todesfällen aufgrund des Virus zu kommen – wie einzelne pathologische Untersuchungen auch bestätigen“, so BirdLife auf Anfrage. Man arbeitet hierbei mit der Veterinärmedizinischen Universität Wien zusammen – der Verein lässt tote Tiere mit Verdacht auf Usutu-Virus abholen und schickt diese zur Untersuchung ein. Auch in Deutschland wurden bereits wieder Fälle registriert. Das Usutu-Virus betrifft Singvögel wie Amseln, aber auch Eulen und Kauze sind für das Virus empfänglich. Nutztiere wie Hühner sind weniger davon betroffen, die Chance auf eine Erkrankung ist gering. Auch das Ansteckungsrisiko für Menschen ist gering.

Amselpopulationen in Kärnten vermutlich nicht betroffen

In Kärnten gibt es aktuell keine Probleme mit dem Virus, so BirdLife. Im Gegenteil: „Wir haben starke Amselpopulationen und die letzten der heurigen Brut sind vor zwei Wochen ausgeflogen, die frühesten haben Ende März mit dem Brutgeschäft angefangen.“

Zugvögel brechen bereits auf

Trotz hochsommerlicher Temperaturen ist der herbstliche Vogelzug bereits voll im Gange. Zu den Vogelarten, die ihr mitteleuropäisches Brutgebiet am frühesten verlassen, gehört der Mauersegler. Er zieht bereits seit Mitte Juli ab. Dieser Tage machen sich die ersten Störche aus Österreich auf den Weg in ihr Winterquartier. Bis Mitte September können sie – wie auch die meisten Brutvögel – auf dem Durchzug beobachtet werden. Ab Mitte August folgen Rauch- und Mehlschwalbe dem Ruf in südliche Gefilde, im Oktober ziehen noch Feldlerche, Buchfink und Star ab beziehungsweise durch.

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