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Leute - Villach
v.l.n.r.: Richie Ache (Kiwanis-Club Villach Sekretär), Friseur "Art" Walter Kollmann, Rene Tarmastin (Präsident Kiwanis Villach) und Hüttenwirt Johann Maier © 5min.at

Charity-Event für Kiwanis

Ein Hüttenkult-Auftakt mit Herz

Neugarten-Almseehütte – Am 1. September beginnt der Hüttenkult. Insgesamt elf Hütten stellen sich vor und bewerben den Wanderherbst in unserer Region. Zum Auftakt hat sich Hüttenwirt Johann Maier etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Im Jahr 2014 erkrankte ein Bub an Meningitis. Seine Mutter gab ihren Job auf, um bei ihm sein zu können. Drei Monate war er im Krankenhaus. Viele unbezahlte Rechnungen blieben übrig. Die Organisation Kiwanis half unkompliziert – und überwies das Geld für die ausstehenden Rechnungen kurzerhand. Hüttenwirt Maier will sich dafür revanchieren und Kiwanis etwas zurückgeben. Dafür nutzt er die Auftaktveranstaltung rund um den Hüttenkult.

 4 Minuten Lesezeit (524 Wörter) | Änderung am 25.08.2018 - 17:10

Es war im Jahr 2014, als Barbara Moschitz dachte, ihr Sohn Nico sei an einer Grippe erkrankt. Sie ging zum Arzt, doch dort erkannte man nicht, dass Nico bereits schwer krank war und schickte sie wieder nach Hause. Am nächsten Morgen lag er fast regungslos im Bett, hatte hohes Fieber. Diagnose: Meningitis, eine Hirnhautentzündung. Es folgte eine Odyssee durch Krankenhäuser und ein dreimonatiger Krankenhausaufenthalt für Nico.

Kiwanis hilft in schweren Zeiten

Barbara Moschitz gab damals als alleinerziehende Mutter ihren Job auf, um bei ihrem Sohn sein zu können. Die Rechnungen stauten sich, die Verzweiflung wurde größer. Die Service-Club-Organisation Kiwanis half ihr schließlich. Moschitz reichte alle Unterlagen ein, erklärte ihre Situation und Kiwanis half – einfach so. Bereits eine Woche später waren die ausstehenden Beträge überwiesen. Eine riesige Last fiel der Mutter von den Schultern.

Ein karitativer Auftakt

Mittlerweile ist sie die Lebensgefährtin von Johann Maier, dem Hüttenwirt der Neugarten-Almseehütte auf der Gerlitzen. Die Geschichte berührt ihn, daher will er Kiwanis etwas zurückgeben: „Das Leben von Nico hing am seidenen Faden. Deswegen wollen wir zum Auftakt des Hüttenkult mit einer karitativen Veranstaltung etwas zurückgeben. Der Eintritt kostet 18 Euro, 25 Prozent davon geben wir an Kiwanis.“ 25 Prozent, das ist das, was Maier nach Abzug der Kosten bleiben würde. „Ich bin sicher, dass wir dabei einiges zusammenbekommen und Kiwanis mit dem Geld weiterhin Kinder unterstützen kann.“

Spende statt Geschenke

Die Hüttenkultveranstaltung am Samstag, den 1. September, wird auch von Friseur Walter Kollmann und seinem Geschäft „Art Walter“ tatkräftig unterstützt. Kollmann hat eine soziale Ader. Schon seit Jahren unterstützt er soziale Organisationen, u.a. die Kärntner Kinderkrebshilfe. „Dort konnten wir mit Spenden von über 100.000 Euro helfen“, berichtet er uns. Seit über 30 Jahren ist er selbständig. Der Auftakt des Hüttenkult fällt auf seinen Geburtstag. „Ich habe daher meine Geburtstagsfeier auf die Neugarten-Almseehütte verlegt und alle meine Gäste (etwa 60) gebeten, lieber zu spenden als mir ein Geschenk zu kaufen.“

„Die Leute können mich persönlich anrufen“

Rene Tarmastin, Club-Präsident Kiwanis Villach: „Ich finde es persönlich sehr schön, dass Leute versuchen etwas zurückzugeben, obwohl wir das überhaupt nicht verlangen. Solche Veranstaltungen, wie sie Johann Maier initiiert hat, promoten wir daher gerne.“ Das Geld kommt schließlich wieder den Kindern zugute. Viele Betroffene melden sich jedoch gar nicht, möglicherweise aus Scham. „Die Angst ist unbegründet. Ich lade jeden gerne ein, sich bei uns unverbindlich zu melden. Die Leute können mich sogar persönlich anrufen.“ Dann gibt uns Tarmastin seine Nummer und bitte darum, sie zu veröffentlichen: 0676 7373525.

Kiwanis ist ein weltweiter Serviceclub und immer auf der Suche nach Kindern, die Hilfe brauchen. Wer Kiwanis unterstützen will, ist am 1. September herzlich zum Hüttenkultauftakt auf der Neugarten-Almseehütte auf der Gerlitzen eingeladen. Der ehemalige Villacher Kiwanis-Präsident Herbert Moser wird übrigens auch vor Ort sein. Stilgerecht mit 25 Harley-Fahrern wird er auf der Alm einreiten.

Eine positive Nachricht gibt es noch zum Schluss: Nico hat sich vollständig erholt und keine bleibenden Schäden von seiner Erkrankung zurückbehalten.

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