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Politik - Villach & Klagenfurt
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Seit heute bekannt:

55 Asylwerber in Kärnten dürfen Lehre beenden

Kärnten – Asylwerber, die gerade eine Lehre absolvieren, sollen diese auch abschließen dürfen. Dies geht aus mehreren übereinstimmenden Medienberichten hervor, die über heute konkretisierte Pläne der Regierung informieren. In den letzten Wochen wurde das Thema von Parteien sämtlicher Couleur sowie Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern diskutiert. Für Kärnten bedeutet das, dass 55 Asylwerber ihre Lehre beenden dürfen.

 2 Minuten Lesezeit (256 Wörter) | Änderung am 27.08.2018 - 16:33

Keine Grundversorgung für Asylwerber in Lehre

50 der 55 Asylwerber in Lehre sind im Tourismus tätig, gibt das Land Kärnten heute bekannt. In dieser Sparte gäbe es „viel mehr Lehrstellen als Lehrstellensuchende“, betont Landesrätin Sara Schaar in einer Aussendung. „Nach dem derzeit geltenden Erlass dürfen Asylwerber ohnehin nur dort eine Lehre beginnen, wo sich kein Österreicher findet, der die Stelle haben möchte“, sagt Schaar. Sogenannte Mangelberufe. Was ein Mangelberuf ist, legt das AMS fest. Zumeist sind sie in der Gastronomie und Hotellerie zu finden. Keiner der 55 in Lehre befindlichen Asylwerber erhält eine Grundversorgung, erklärt Schaar.

Insgesamt befinden sich derzeit 2.300 Flüchtlinge in Kärnten in der Grundversorgung, wobei die Tendenz rückläufig sei, erklärt das Land Kärnten heute. Mehr als doppelt so viele waren es zu Spitzenzeiten.

Neuigkeiten aus der Politik

Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) erklärte am Montag, dass Asylwerber, die bereits eine Lehre machen, diese auch abschließen sollen dürfen. Bei Lehrlingen mit negativem Asylbescheid sollen die rechtlichen Möglichkeiten geprüft werden, die Lehre doch noch abschließen zu dürfen. Die Regierung denkt offenbar auch darüber nach, die Rot-Weiß-Rot-Karte für Lehren in Mangelberufen zu öffnen.

Von Seiten der FPÖ war die letzten Wochen zu lesen, die Lehre für Asylwerber dürfe nicht zur Hintertüre für ein Bleiberecht werden. Kritik gibt es dafür u.a. von der SPÖ und Wirtschaftsvertretern, die angeben, in Zeiten von Fachkräftemangel dürfe man diese Leute nicht abschieben.

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