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Aktuell - Klagenfurt
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Urlauber setzt Notruf ab

In den Karawanken verirrt

Feistritz im Rosental – Gegen 21.30 Uhr setzte am Montag ein holländischer Bergwanderer einen Notruf ab. Er hatte sich mit seiner Lebensgefährtin verirrt. Beide wurden kurz vor Mitternacht völlig erschöpft und unterkühlt aber unverletzt von der Bergrettung aufgefunden.

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Am 27. August, um 21.30 Uhr, setzte ein erschöpfter 60-jähriger holländischer Bergwanderer über die internationale Notrufnummer 112 – sonst war keine Telefonverbindung möglich – einen Notruf ab. Er und seine 55-jährige Lebensgefährtin hatten sich in den Karawanken zwischen Hochstuhl und Klagenfurter Hütte verstiegen und waren körperlich stark erschöpft. Gegen 12 Uhr begannen die beiden in den Klettersteig einzusteigen, welchen sie auch durchstiegen. Kurz nach dem Ausstieg haben sie sich jedoch bereits verirrt.

Völlig erschöpft aufgefunden

Der Notruf loggte sich bei der slowenischen Polizei ein, welche das Polizeikooperationszentrum Thörl-Maglern verständigte. In weiterer Folge wurde die Streife Ferlach Sektor 1 vom Kooperationszentrum über den Vorfall in Kenntnis gesetzt. Zu diesem Zeitpunkt stand kein Polizeihubschrauber mit Nachtflugausrüstung in Kärnten zur Verfügung. In der Zwischenzeit wurde die slowenische Bergrettung sowie der slowenische Polizeihubschrauber angefordert. Dieser konnte gegen 23.38 Uhr die beiden total erschöpften Bergwanderer im Bereich der Edelweißspitze auf slowenischem Staatsgebiet orten.

Bergretter erreichen verirrte Wanderer kurz vor Mitternacht

Die österreichische Bergrettung war zu diesem Zeitpunkt bereits mit neun Mann von der österreichischen Seite (Klagenfurter Hütte) in die Karawanken eingestiegen. Die beiden Holländer konnten um 23.55 Uhr von den österreichischen Bergrettern auf slowenischem Staatsgebiet unverletzt, jedoch vollkommen erschöpft und unterkühlt vorgefunden werden. Nach Rücksprache mit den slowenischen Bergrettern (vier Mann) wurde ein Abstieg auf die österreichische Seite vereinbart und durchgeführt. Am 28. August, um 01.30 Uhr, konnten die beiden Bergwanderer der Sektorstreife Ferlach, welche noch immer ihren Standort bei der Klagenfurter Hütte hatte, übergeben werden. Den beiden Bergwanderern wurde die Weiterfahrt mit ihrem am Johannsenruhe-Parkplatz abgestellten Fahrzeug wegen totaler Erschöpfung untersagt, sie wurden durch die Sektorstreife in ihr nahegelegenes Quartier verbracht.

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