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Starker "Verwesungsgeruch":

In Föderlach stinkt es

Föderlach – Im beschaulichen Föderlach, zwischen Drau und Bundesstraße, soll es seit zwei Wochen gewaltig stinken. Zuerst nur zur Mittagszeit. Doch seit einigen Tagen auch den ganzen Tag über. Doch was ist der Grund für die Geruchsbelästigung?

 3 Minuten Lesezeit (413 Wörter) | Änderung am 29.08.2018 - 17:12

Lange wurde gerätselt, woher der starke Geruch kommt. Grund genug sich auf nach Föderlach zu machen – immer der Nase nach! Und tatsächlich. Ein leichter modriger Gestank liegt in der Luft. Sind es die Müllsäcke auf der Straße? Eher nicht. Die Nase bringt uns nahe dem Sportplatz. Dort scheint sich das „Epizentrum“ zu befinden. Aber ganz sicher sind wir uns nicht. Ist es das Biotop? Eindeutig kann man es nicht sagen.

Ist abgeladene Erde der Grund?

Weiter die Drau abwärts entdecken wir mehrere Erdhaufen. Sie sehen relativ frisch und nass aus. In der Nähe stinkt es eindeutig. Aber reicht dies um den ganzen Ort in eine Geruchswolke zu hüllen? Wir sind uns nicht sicher. Aber es wurde vermutet, dass diese Erdhaufen – auf einem Feld nahe der Drau – für die Gerüche sorgen. Dort soll Erde aus einer Grube abgeladen worden sein? Aber kann das stimmen?

Nach weiterer Suche konnten wir große Kartoffelacker finden, bei denen der Geruch noch stärker wurde. Vielleicht sind auch die vielen kleinen Kartoffel, die dort im Acker liegen, die Ursache für den Gestank? Nach Anfrage bei der Gemeinde Wernberg bekamen wir den mehr oder weniger befriedigenden Grund für die Geruchbelästigung in der Ortschaft Föderlach. „Wir haben uns auch erkundigt. Wir haben den Sachverständigen der Bezirkhauptmannschaft Villach angerufen und ihn darum gebeten das anzuschauen“, so Wernbergs Bürgermeister Franz Zwölbar. „Der Zuständige sagte, dass der starke Geruch im Rahmen der Düngung aufkommt. Es ist keine Deponie oder Entsorgung der Grund, sondern nur die Düngung mit Hühnermist. Es stinkt leider, aber es passiert alles in einem gesetzlichen Rahmen“, sagt Zwölbar gegenüber 5min.at.

Biologischer Vorgang

„Wie lange es noch stinken wird, kann man nicht sagen. Mit dem Regen wird der Dünger eingewaschen – das ist der Sinn der Düngung. Wenn es länger nicht regnet, kann es vertrocknen. Die Bakterien können irgendwann den Geruch auffressen. Das ist ein ganz normaler biologischer Vorgang“, erklärt Franz Zwölbar weiter. „Das hängt auch von den Witterungsverhältnissen und von der Windrichtung ab. Es handelt sich bei den Feldern um diejenigen östlich von Föderlach – kommt der Wind von Osten, kann der Geruch in Richtung Siedlungsraum strömen. Wenn der Wind von Westen kommt, kann sich der Geruch auch verflüchtigen“, so Zwölbar.

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